Knabstrupper - Die “Pippi Langstrumpf” Pferde
Sonntag, 28. Dezember 2008, 13:42 Uhr
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Sie sind unter Kindern eine der bekanntesten Pferderassen der Welt. Und das, obwohl die Kinder den Namen “Knabstrupper” meist überhaupt nicht kennen. Bei ihnen ist die Pferderasse Knabstrupper einfach der “Kleine Onkel” von Pippi Langstrumpf in den berühmten Kinderbuch-Klassikern von Astrid Lindgren.

Das Pferd, das den “Kleinen Onkel” in den Fernsehfilmen darstellte war zwar einfach ein mit Tupfen versehener Schimmel. Jedoch hatte Astrid Lindgren genau diese Rasse aus Dänemark im Kopf, als sie nach einem besonderen Reittier für ihre Heldin suchte.

Und Knabstrupper sind auch etwas ganz Besonderes. Ihre Farbgebung ist einmalig, selbst unter den Tigerschecken.

Heute sind es vor allem Barockpferdereiter, welche diese Pferderasse geradezu vergöttern. Bei zahllosen Barock-Shows und Pferdeshows im Allgemeinen spielen Knabstrupper eine tragende Rolle.

 

Man mag gar nicht glauben, dass die Pferderasse lange wirklich vom Aussterben bedroht war. Heute hat sie mehr Fans denn je.

Doch zuerst einmal zur Entstehungsgeschichte - um diese ranken sich nämlich sogar Legenden.

1806 soll ein dänischer Richter einem Metzger das Pferd “Flaebe” abgekauft haben. Es war eine spanische Stute mit einer eigentümlichen Tigerscheck-Färbung.

Flaebe wurde zur Stammmutter der Knabstrupper-Zucht.

Benannt sind Knabstrupper übrigens nach dem Gut des Richters: Knabstrupp.

Lunn ließ die Stute von einem isabellfarbenen Fredericksborger Hengst decken. Der Enkel der Stute, Mikkel, wurde Stammvater der gesamten Knabstrupper-Zucht.

Die Pferde wurden schnell bekannt. Sie waren das Lieblingspferd der dänischen

Fürsten, die sie besonders bei Paraden einzusetzen liebten.

Prächtig schritten die Knabstrupper die Prunkboulevards entlang. Sie begeisterten besonders durch ihre extrem hohe wunderschöne Beinaktion, die sie für die Hohe Schule prädestinierte. So wurden die Knabstrupper im Gestüt Fredericksborg auch ausgebildet.

Allerdings stand die Rasse Ende des 19. Jahrhunderts tatsächlich im Begriff unterzugehen. Die recht kräftigen, quadratischen Pferde waren nicht mehr gefragt. Bei Großpferden verlangte man nun nach Blutpferden mit mehr Temperament.

Das quadratische Pferd mit der tiefen Kruppe, dem Behang und den runden Linien wollte man kaum noch sehen.

Knabstrupper wurden bunt mit anderen Rassen durcheinander gekreuzt. Reinzucht war ein Fremdwort. Nur für einige wenige enthusiastische und idealistische Züchter war es falsch, das zu tun. Sie züchteten weiter Knabstrupper. So konnten 30 rein gezüchtete Stuten überleben, mit denen bis heute die Knabstrupper-Zucht fortbestehen kann.

Zwar sind auch die heutigen Knabstrupper etwas leichter als die ursprünglichen Pferde, haben fast keinen Fesselbehang mehr, doch die charakteristischen Eigenschaften der Pferde blieben bestehen. Nicht zuletzt auch ihre grandiose Begabung für Dressur.

Knabstrupper sind etwa 1,50 bis 1,65 groß, gehören also zu den kleineren Großpferderassen.

Farbvariationen gibt es unter den dänischen Pferden in braun, schwarz oder auch fuchsfarben.

Wie beliebt Knabstrupper auch in Deutschland sind, sieht man hier:

http://knabstruppermarket.com/blog/?p=55

Eine Knabstrupper Reiterin schriebt in diesem Blog.

Auch hier hat sie schöne Fotos ihrer Knabstrupper eingestellt.

Super Infos, aber auf Englisch gibt es hier:
http://www.sensationsporthorses.com/blog/?tag=knabstrupper



Lusitanos - Die eleganten Pferde aus Portugal
Sonntag, 28. Dezember 2008, 12:45 Uhr
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Der Lusitano gehört wie der Andalusier zu den Pferderassen der Iberischen Halbinsel. Auch Lusitanos sind eine besonders alte Pferderasse.

 

Ebenso wie bei Andalusiern wurden auch bei der Lusitano-Zucht anfänglich Araber eingekreuzt. Beide Pferderassen stammen von den ursprünglichen Sorraia Pferden ab, die sich schon in ihrer ersten Form in der Steinzeit auf der iberischen Halbinsel tummelten.

Die Zucht entstand 1891 im Nationalgestüt “Condelaria Nacional de Fonte Boa” mit einem Bestand von 67 Hengsten, 59 Stuten und 62 Jungpferden.

Lusitanos waren die Pferde der portugiesischen Kavallerie. Außerdem wurden und werden sie zum Stierkampf gezüchtet. Hier kamen sie zu echter Berühmtheit auf Grund ihrer furchtlosen Haltung gegenüber dem Stier, die sie dafür prädestinierte.

Der Stierkampf ist in Portugal weitaus unblutiger als in Spanien. Hier wird der Stier nicht getötet.

Besonders schätzen die Stierkämpfer an Lusitanos ihren wachen Geist und ihre schnelle Reaktionsgabe. Diese sowie “schnelle Beine” und das nötige Herz und der Mut sind über Stierkampfpferde-Generationen weitergegeben worden und eines der wichtigsten Zuchtziele.

Viele Portugiesen wollten allerdings auch ein ausdauerndes Arbeitspferd, dass ihnen beim Obstanbau, bei der Arbeit auf dem Feld und der Beförderung von Waren behilflich sein konnte.

So entstand mit den Jahren eine äußerst universelle Pferderasse.

Und mit der Zeit wurden die Lusitanos auch noch durch ihre Begabung für die Dressur bekannt.

Heute findet man sogar auf den großen Dressurvierecken dieser Welt immer wieder Vertreter dieser Warmblutpferde. Die Dressurreiterin und Olympiasiegerin Nicole Uphoff setzte sich besonders für den Dressureinsatz der begabten Großpferde ein.

Auch im Fahrsport sind Lusitanos durchaus erfolgreich. Bekannt wurde vor allem Manuel de Mello mit seinem Viererzug, der ausschließlich aus Lusitanos bestand. Mit den Pferden gewann der Fahrer 1996 die Weltmeiserschaft.

Mittlerweile sind Lusitanos in der Dressur vor allem bei Shows eine Selbstverständlichkeit.

Barockpferdereiter lieben die sanften Bewegungen der Tiere ebenso wie ihre ausdrucksstarke Haltung.

Allerdings dauerte es bis 1967, dass die Lusitanos durch die Bezeichnung “Puro-Sangue Lusitano” von den Andalusiern abgegrenzt wurden und als eigene Rasse offiziell anerkannt worden waren. Seitdem gibt es das Stutbuch der Lusitanos.

Eine vom Lusitano abgezweigte Rasse sind die Alter-Real Pferde, die das Königshaus von Braganza im 17. Jahrhundert zu züchten begann. Das Gestüt Alter wurde 1748 von König Joao V. gegründet. Sowohl Napoleon als auch die Revolution in Portugal 1910 bedrohten die Alter Real Pferde. Doch die Rasse überlebte und konnte 1942 in das königliche Gestüt zurückkehren, aus dem sie 30 Jahre zuvor in einer Nacht-und Nebel-Aktion flüchten musste.

Vom Stockmaß her sind Lusitanos 1,55 bis 1,60 Meter groß. Die häufigste Fellfarbe der Rasse sind Schimmel. Allerdings kommen vor allem auch Braune, sowie Rappen, Füchse, Falben und Isabellfarbene vor.

 

 

 

 

Hier geht es noch um ein Luitano Festival in Würzburg.

Auch dieses Video st interessant:
http://briefeankonrad.blogspot.com/2008/08/kraft-schnheit-und-lehrsamkeit-der.html

Und in diesem Blog geht es noch um etwas ganz Besonderes.

In diesem Jahr gab es eine Weltpremiere. Zum ersten Mal trat ein ganzes Team im Dressurreiten bei den Olympischen Spielen mit Lusitanos an: Die Brasilianer.

 



Rasseporträt: Traber
Sonntag, 28. Dezember 2008, 12:29 Uhr
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Trabrennen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Es gibt zahllose große Trabrennbahnen in Deutschland und Europa von München bis Berlin. Aber auch in Übersee sind Trabrennen eine sehr enthusiastisch verfolgte Sportart. Besonders in den USA blühen die Trabrennen und damit auch die Traberzucht.

Doch was macht diese speziell für Trabrennen gezüchteten Pferde eigentlich aus?

Mut, Intelligenz, Ausdauer und Kampfgeist zählen viele Trabrennfahrer als beste Eigenschaften ihrer Traber auf. Diese Attribute gab wohl auch der Traberhengst Oberon einst an seine Tochter weiter - es war die so berühmte Halla, die mit Hans Günther Winkler 1956 Doppel-Olympiasiegerin im Springreiten wurde. Dieses Pferd stammte also tatsächlich von einem Traber ab. Dies beweist aber nur, dass auch Traberpferde viel mehr können als nur traben.

Leider ist es das Schicksal vieler Traber, dass sie nach ihrer (kurzen) Karriere schon in jungen Jahren auf einem Gnadenhof landen, oder sogar getötet werden. Oft sind die Gelenke von den Trabrennen und übermäßiger Beanspruchung kaputt. Zudem habe die Tiere niemals einen Sattel kennen gelernt. Und sie daran zu gewöhnen, ist vielen Besitzern zu viel des Guten. Also werden die Pferde wie Gegenstände abgeschoben.

Es ist also ein wahrlich trauriges Schicksal, das einige Traber erleiden müssen. Aber natürlich gibt es auch ganz andere Beispiele. Geschichten, in denen Traber nach ihrer Rennbahn Karriere noch ein langes und erfülltes Leben führten.

Wichtig ist es, dass Traber nicht nur vor den Sulky gespannt werden. Sie sollten auch an einen Sattel gewöhnt werden, als Ausgleich und damit sie auch später geritten werden können. Und nichts ist für einen Traber schöner als zwischen den Rennen auch mal einen Ausritt machen zu können.

Die systematische Traberzucht wurde vor allem in den USA voran gebracht. Aber schon zuvor waren auch Frankreich und Russland. In Russland war es die spezielle Rasse der Orlow-Traber, die für Furore sorgte. Und das schon zu Zeiten des Zaren.

Dort züchtete man Pferde, die über lange Strecken schnell gehen können. Da der Trab dafür die beste Gangart ist, begann man den Trab durch Zucht besonders zu fördern. Dafür wurden Pferderassen mit besonders guten Trab Veranlagungen gewählt: Vollblüter, Hackneys, Norfolk und Foxtrotter.

In vielen Ländern begann die Zucht im 18. Jahrhundert, in Deutschland dauerte es jedoch

Seit 1896 gibt es in Deutschland ein Zuchtbuch für Traber. Über die Jahrzehnte hinweg wurden immer werde ausländische Rassen eingekreuzt: russische, französische und amerikanische Rassen. So entstand mit der Zeit der deutsche Traber.

Die Pferde sind 1,56 Meter bis 1, 65 Meter groß. Sie kommen in allen Farbschattierungen vor.

Über Trabrennen fand ich einiges in dn verschiedensten Blogs:
http://www.turniertrottel.de/blog/category/trabrennen/

http://www.reitwelten.de/2008/01/12/trabrennen-presidential-series-auf-meadowlands-live-auf-magnabetcom

http://www.reitwelten.de/2008/04/10/400000-saisonfinale-der-traber-in-dover-downs

http://www.reitwelten.de/2007/11/06/hannoverscher-rennverein-mharadono-siegt-im-grossen-preis-des-autoring-hannover

http://kaelart.wordpress.com/2007/12/28/trabrennbahn-berlin-mariendorf/

PIXELIO/ SECONDFACE



Connemara Ponys - Kleine Athleten aus Irlad
Sonntag, 28. Dezember 2008, 12:15 Uhr
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Sie sind eine typische Pferderasse der “Grünen Insel” Irland. Wer dort Urlaub macht, findet die Ponys dort sogar noch halbwild vor. Alle Connemara Ponys haben zwar Besitzer, werden von diesen jedoch, sofern sie nicht direkt als Reitpferd ausgebildet werden oder im Schulbetrieb gehen, das Jahr über in der Natur gehalten. Ursprung der Rasse ist die Landschaft Connemara im Westen der irischen Insel in der Grafschaft Galway. Connemara Ponys sind die einzige native Rasse der Grünen Insel.

Die Iren und ihre Connemara Ponys leben seit Jahrhunderten in einer Art Symbiose zusammen, die auch die Moderne und das Industriezeitalter nicht zerstören konnten.
Diese Ponys sind fest in der irischen Mythologie verwurzelt. Zum Beispiel wird in Irland von “Sorgenpferdchen” erzählt. Den Connemara Ponys kann man all seine Sorgen anvertrauen, allerdings nur wenn es wirklich große Sorgen sind. Ist die Sorge berechtig, wird das Connemara Pony mit ihr davon galoppieren. Aber man sollte sich davor hüten, das Pony mit geringfügigen Sorgen zu belasten.

Eine andere Legende rund um das Connemara Ponys erzählt, dass in ihm die Seele zu früh verstorbener, geliebter Menschen weiter lebt. Und dass das Pony irgendwann ein Zeichen geben wird, dass die betreffende Person in ihm weiter existiert.

Ansonsten ist das Connemara Pony jedoch vor allem eines: Ein perfekter Athlet. Es gibt kaum ein Pony, das in allen Pferdesportarten derart erfolgreich ist. Dazu tragen maßgeblich seine Athletik und der unbeugsame Mut dieses Kleinpferdes bei, das für seinen Reiter wahrlich durchs Feuer geht.

Deshalb finden sich Connemara Ponys besonders oft in Vielseitigkeitsprüfungen für die sie perfekt geeignet sind. Schon manches Mal wurde ein wichtiges Championat im Pony-Bereich von einem Connemara gewonnen.

Viele Experten halten Connemara Ponys sogar für die vielseitigsten Ponys überhaupt. Auch vor der Kutsche und bei der Dressur machen sie eine gute Figur.

Die Ursprünge der Connemara Ponys reichen bis zu den Pferden der Kelten zurück. Immer wieder kamen durch Eindringlinge und Eroberer weitere Rassen ins Land, die sich mit den kleinen Kelten Pferdchen kreuzten und diese veredelten.

Doch erst 1923 entstand mit der “Connemara Pony´s Breeders Society” ein Zucht verband für die Kleinpferde-Rasse.

Dieser sorgt heute für die Reinzucht der Tiere und den Erhalt der Rasse.

Nach Deutschland kamen Connemara Ponys in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Seitdem haben sie auch hierzulande viele Fans gefunden.

Connemara Ponys haben im Durchschnitt ein Stockmaß von 1,35 Metern bis ,48 Metern. Häufig kommen Schimmel vor, aber auch Füchse, Braune, Rappen und Falben.

Ich fand natürlich auch einige weitere interessante Blgs, die sich mit Connemara Ponys befassen:

http://www.pferdethema.de/2007/03/18/connemarapony/

http://ardcru.wordpress.com/2008/09/23/roundstone-championships-show-14-sept08/

http://acpsregionx.ning.com/profiles/blogs/2008443:BlogPost:2688

http://www.mahalo.com/Connemara_Pony



Tinker - Die beliebten Pferde aus Irland
Sonntag, 28. Dezember 2008, 11:46 Uhr
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Kaum eine Pferderasse hat in den letzten Jahren so viele Freunde und Liebhaber hinzu gewonnen wie der Tinker. Von diesen Pferden geht eine absolute Faszination aus. Soviel ist sicher. Doch was macht Tinker so beliebt, dass sie sogar bei einer Umfrage des Fernsehsenders NDR nach der beliebtesten aller Pferderassen auf einem Platz ganz, ganz vorne landeten?

Tinker eroberten eigentlich erst in den letzten zehn Jahren Deutschland. Aber schnell bemerkten etliche Reitschulbesitzer, wie gut diese Pferde eingesetzt werden können. Sie eignen sich für den Bahnunterricht ebenso wie für einen kleinen Spring ab und zu. Und ganz besonders schön ist es mit einem Tinker, diesem trittsicheren und freundlichen Pferd, auszureiten. Wanderritte mit Tinekern sind heute in Deutschland keine Seltenheit mehr, sondern eher die Regel.
Doch um die Faszination Tinker begreifen zu können, muss diese Rasse noch genauer betrachtet werden.

Der Ursprung der Tinker liegt in Irland. Dort sollten die Pferde als Arbeitstiere und Zugpferde genutzt werden. Doch in dieser Hinsicht machte den Tinkern bald ihre Farbe einen Strich durch die Rechnung. Denn die Großgrundbesitzer mochten keinen Schecken, diese galten schon auf Grund ihrer Farbe als minderwertig. Heute ist die Scheckfarbe das Markenzeichen, das Tinker-Pferde ganz besonders beliebt macht.

Doch früher verschenkten oder verkauften viele Besitzer diese Pferde billig an das fahrende Volk, an die Zigeuner.

Von ihnen stammt der Name Tinker. Denn das bedeutet nichts anderes als Kesselflicker, und das wiederum war schließlich der abwertende Name dieser Bevölkerungsgruppe.

Die Zigeuner mischten die ursprünglichen Tinker auch mit anderen Pferderassen, die mit ihnen zusammenlebten. Mit Shire Horses, Dales Ponys, Welsh Ponys oder Fell

Ponys. Dies geschah vor allem, als Tinker auch nach Großbritannien kamen.

Eigentlich streiten Experten immer noch, ob der Tinker eine echte eigene Pferderasse ist. Sei´s drum! Tinker sind wunderschöne Pferde, die viele Reiter vor allem durch den dichten Kötenbehang und überhaupt die üppige Fellbehaarung begeistern.

Auch wenn die Fellpracht vermehrtes Putzen bedeutet, lieben Tinkerbesitzer ihre Pferde und würden sie niemals eintauschen.

Tinker sind etwa 1,45 bis 1,55 groß und gehören von der Einteilung her zu den kleinern Großpferden, nicht mehr zu den Ponys.

Sie haben eine Scheckung vom Typ Tobiano, die in allen Farben von Fuchs über Braun bis zu Schwarz vor kommt.

Für Tinker gibt es ihrer Geschichte entsprechend keinen einheitlichen Rassestandard.
Tinker sind sehr charakterstarke Pferde und haben vielleicht auch deshalb so viele Fans. Sie sind manchmal gutmütig, ein anderes Mal jedoch auch sehr eigensinnig.

Deshalb sind Tinker meist eher für Reiter geeignet, die schon etwas Erfahrung haben. Dies kommt natürlich auch immer auf das einzelne Pferd an, wurde aber im Allgemeinen so beobachtet.

Tinker lieben die Freiheit und das Geländereiten. In England gehen sie ach Jagden. Sie sind außerdem begabte Kutschpferde.

Bei P wie Pferd und Pferdethema fand ich ein interessantes Rasseporträt.

Und auch hier gibt es einiges übr Tinker:

http://www.tradebit.de/filedetail.php/2634784v1110530-pferdepaarung-irish-tinker-hengst-paart-sich

http://www.die-pferderegion.de/?p=1052

http://www.zoonar.de/appgen/?cl=zoonar&cp=resource&search%5Bsearchstring%5D=reiterin&search%5Btype%5D=p&search%5Bresults%5D=25&cmd=show_picture&lastcmd=search_library&res_id=39442&idx=0



Die Lewitzer Schecken - Bunte Pferde aus Mecklemburg
Sonntag, 28. Dezember 2008, 11:25 Uhr
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Die Lewitzer Schecken sind für viele eine eher unbekannte Pferderasse. Doch in den letzten Jahren hat sie auch immer mehr Fans gefunden.

 

Das verdanken Lewitzer nicht zuletzt ihrer großartigen Fellfarbe, die natürlich immer an die Pintos und Paint Horse in Amerika erinnert. Doch in den Lewitzern zeigt sich der Ursprung der Scheckfarbe.
Denn früher gab es in Europa sehr viel mehr Schecken als heute. Sogar die spanischen Eroberer brachten Schecken in die “Neue Welt” mit.

Ursprünglich stammt die Scheckfärbung wohl aus Asien, vermutlich sogar aus China.

Von der Rasse der Lewitzer Schecken gibt es insgesamt nur etwa 350 - 400 Tiere. Somit sind sie eine der kleinsten Pferderassen-Populationen überhaupt.

Das Stammgestüt der Pferdchen, Lewitz, befindet sich in Mecklenburg-Vorpommern.

Heute ist Paul Schockemöhle Besitzer des Gestüts. Die Lewitzer Ponys sind nicht gerade sein Interessensgebiet. Er ehemalige Springreit-Europameister konzentriert sich lieber auf die Warmblut- und Leistungspferdezucht. Lewitz wurde unter seiner Leitung zu einem riesigen Betrieb.

Jedoch musste auch Schockemöhle sich verpflichten, die Rasse des Lewitzers zu erhalten. Dennoch schrumpfte die Zucht bei ihm deutlich. Er behielt nur zwei Hengste.

Lewitzer Schecken sind eine der jüngsten Pferderassen überhaupt. Erst 1971 wurde sie aus verschiedenen Rassekreuzungen geschaffen. Damals war Lewitz ein VEG, ein volkseigenes Gut der DDR. In Neustadt-Glewe, wo Lewitz liegt, etablierte sich bald eine kleine, aber feine Rasse.

Um sie hervorzubringen wurden Ponystuten mit Arabern, Vollblütern und Trakehnern gekreuzt. Poncho und Salto hießen die beiden Ponyhengste, die diese Kleinpferde-Rasse begründeten. Aus ihnen stammen die so genannten P- und S-Linien.

Lewitzer Schecken wurden darauf ausgerichtet, ideale Kinderreitponys zu sein. Und dieses Ziel gelang bestens. Lewitzer sind etwa 1,39 bis 1,48 groß, also besonders für größere Kinder geeignet.

Zudem haben die Tiere einen einwandfreien Charakter, sie sind ganz besonders freundliche Pferde und ideale Partner im Gelände, aber auch bei Spring- und Dressurprüfungen. Kurz: Lewitzer können überall eingesetzt werden. Auch als Kutschpferde, Voltigierpferde…

1991 wurde die Rasse des Lewitzer Schecken offiziell anerkannt.

Das Gestüt stand jedoch nach der Wende und der Privatisierung am Scheideweg. Doch der Untergang konnte durch eben jene Vereinbarung mit Schockemöhle, die Rasse zu erhalten, verhindert werden.

So können die Lewitzer ihren Weg weiter gehen. Besonders bei Reiturlauben in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt so manches Kind - und auch Erwachsene - seine Liebe zu dieser herrlichen Pferderasse.

Es werden auch ab und zu Besuche in Lewitz natürich mit Anschauen der Lewitzer veranstaltet.

Einen interessanten Artikel über Lewitzer fand ich auch bei Tovero.

Und auch hier geht es um Lewitzer.



Rasseporträt: Trakehner
Dienstag, 2. Dezember 2008, 03:21 Uhr
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Trakehner sind wohl die bekannteste aller deutschen Pferderassen. Für viele ist der Trakehner ein Traumpferd. Und das für Menschen überall auf der Welt.

Der Ruhm der Rasse wurde mit dem Schicksal begründet , welches sie im Zweiten Weltkrieg erleiden mussten. Im Deutschen Pferdemuseum in Verden fand sogar eine Ausstellung nur über diese Rasse statt.

Die Rasse aus Ostpreußen fasziniert bis heute und brachte berühmte Vertreter in Zucht und Sport hervor wie beispielsweise einen Abdullah, Goldmedaillengewinner unter Conrad Homfeld (USA) in Los Angeles 1984 oder den Vererber Heraldik, von dem so bekannte Pferde wie Abraxxas von Ingrid Klimke, Goldmedaillengewinner 2008, abstammen.

Bei Astrid fand ich wie immer eine kurze und gute Einführung über die Rasse.

Dann ging´s weiter bei einem Ritt zurück in die Geschichte dieser Pferde.

Die Zucht der Trakehner in Ostpreußen wurde schon durch die Ritter des Deutschen Ordens im ausgehenden Mittelalter begründet. Sie hatten sich in der Gegend um das Frischen Haffs an der Ostsee die so genannte “Ordensprovinz” geschaffen und das Land für sich vereinnahmt.

Die recht kleinen Schweik-Pferde, die auf den ursprünglichen Konik zurückgehen, waren die ersten Pferde, mit denen die Ritter züchteten. Diese Pferde waren ausdauernd und kräftig, allerdings auch recht grob gebaut. Man mag kaum glauben, dass sie der Grundstock waren für die Zucht der edlen Trakehner.

Diese sahen im Mittelalter allerdings auch noch viel kräftiger aus as heute, um die schweren Rüstung der Ritter des Deutschen Ordens zu tragen war die aber auch notwendig.

1732 gründete Friedrich Wilhelm I. von Preußen die Königliche Gestütsverwaltung. Sie wurde Ursprung der heutigen Trakehnerzucht. Elegante Hengste brachten Pferde vor allem für das Militär, aber auch Reit- und Fahrpferde, hervor. Um den Pferden mehr Charakter und Eleganz zu geben wurden nun Englische Vollblüter und Araber in der Zucht eingesetzt. So entwickelte sich nach und nach der moderne Trakehner.

Das Vollblut übernahm mit der Zeit einen immer größer werdenden Zuchtanteil. Auf den Sieger des Englischen Derbys und dem Rennen von St. Leger mit Namen Persimmon geht der Trakehner Perfectionist zurück. Dieser wiederum zeugte den Begründer der modernen Zuchtlinie der Trakehner: Tempelhüter, der 1932 starb und 54 gekörte Söhne hinterließ. Bei den Olympischen Spielen in Berlin 1936 dominierten Trakehnerpferde alle Wettbewerbe.

Das schwere Schicksal der Tiere war jedoch bald besiegelt - als die Deutschen den Zweiten Weltkrieg verloren und die Russen Ostpreußen erobert hatten. Diese mordeten, plünderten und nahmen Gefangene. Tausende Menschen flüchteten im eisigen Winter über das Frische Haff. Ohne die zähen Trakehner wäre dies unmöglich gewesen. Aber auch so wurde das Unternehmen zum Himmelfahrtskommando. Flugzeuge der Alliierten beschossen die Flüchtlinge mit ihren Pferdewagen. Viele brachen im Eis ein. Hunger und Entkräftung taten ein Übriges.

Doch es gab Überlebende. Menschen und Pferde. Und für beide war ein neuer Anfang nach dem Krieg in Deutschland möglich.

Heute sind die Pferde mit dem Elchschaufel-Brandzeichen auch wieder in ihre frühere Heimat Ostpreußen zurückgekehrt. Auf den weiten Weiden tummeln sich zahlreiche Stuten und Fohlen.

Trakehner sind eine äußerst elegante Rasse, ein begabtes Reit- und Fahrpferd, welche auch immer wieder im Hochleistungs-Turniersport zu sehen ist. Besonders ihre zum Markenzeichen gewordene Ausdauer und ihr Wille sind Prädikate, die immer wieder hochgehalten werden, ebenso wie ihr Mut.

Aber auch durch ihre Schönheit bestechen Trakehnerpferde. Die Ohren sind stets aufmerksam nach vorne gerichtet, die Augen besonders ausdrucksvoll.

Dazu kommt ein langer, besonders eleganter Hals, kräftigere Hufe, als sie die meisten Warmblüter haben und starke Gliedmaßen.

Trakehner gelten als langlebig, haben ein Stockmaß von 1,60 Meter bis 1,65 Meter und kommen in sämtlichen bei Pferden bekannten Farben vor. Sogar Schecken aus der Trakehnerzucht gibt es, sie erlangten sogar recht große Beliebtheit.

Weitere tolle Infos über Trakehner findet ihr bei pferdethema.de und P wie Pferd.



Rasseporträt:Shetland Pony
Dienstag, 2. Dezember 2008, 03:04 Uhr
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Shetland-Ponys sind eine der beliebtesten Pony-Rassen überhaupt. Die Winzlinge sind oft das Einstiegspferd in den Reitsport für Kinder. Für viele Kinder sind sie sogar die erste “große Liebe“.

Wenn ein Kind noch sehr klein ist und schon Reiten lernen möchte, gibt es kein besseres Pferd als die winzigen und doch so robusten Ponys.

Interessante erste Infos fand ich bei Pferdethema

Vor etwa 10000 Jahren kamen die Pferde noch über die geschlossene Eisdecke, die durch die letzte Eiszeit Europa bedeckt hatte, von Skandinavien auf die Inseln nördlich on Schottland.

Die Abstammung von den skandinavischen Rassen kann durch die lange Nasenlinie der Pferdchen erkannt werden, die typisch für nordische Rassen ist. Sie dient dem Vorwärmen der eiskalten Luft in dieser Region.

Über die Zeiten blieben die Tiere stets relativ gleich gebaut, gehören so zu den ursprünglichsten Pferderassen, auch wenn später noch kleinere Arten gezüchtet wurden. Das Original-Shetland-Pony war etwas größer als die heutige Rasse.

Da die Ponys eine enorme Kraft entwickeln konnten und dazu “handlich” klein waren, wurden sie, als die Industrialisierung in Großbritannien ihren Ausgang nahm, häufig als Grubenponys in den Kohlebergwerken Englands genutzt und hatten oft unter dem grausigen Schicksal der Erblindung zu leiden. Auch für andere harte Arbeiten wie das Torfsammeln und Lastentragen waren Shetland Ponys in früheren Jahrhunderten im Einsatz.

Heute sind diese Zeiten zum Glück vorbei und Shetland Ponys nur noch als Freizeitpferde für Kinder im Einsatz.

1885 wurden Shetland-Ponys auch nach Amerika importiert. 1888 wurde der American Shetland Pony Club gegründet. Dadurch wurde das American Shetland Pony geschaffen. Es entstand ausschließlich durch Menschen und deren Kreuzungsverfahren mit Hackneys, Arabern und kleinen Vollblütern. American Shetland Ponys sind durch diese Rassen auch größer als die manchmal sogar unter einen Meter kleinen britischen Shetland Ponys.

Shetland Ponys mit 101 Meter gelten unter Fachleuten angeblich als die am besten gebauten Shetland Ponys. Die Größe dürfte allerdings doch keine so große Rolle spielen, denn alle Shetland Ponys begeistern durch ihren Willen und ihre Kraft, die sie auch für den Einstieg kleiner Kinder in den Turniersport ideal macht.

Häufig wirken Shetland Ponys wie kleine Wollknäule, was durch ihr dichtes Winterfell verursacht wird.

Im Sommer allerdings kommt bei guter Pflege auch ihre wahre Schönheit zu Tage. Shetland Ponys haben meist einen sehr schön gebogenen Hals, an dem ein kleiner, aber sehr ausdrucksstarker Kopf sitzt.

Mähne und Schweif sind sehr lang und voll, was die Shetland Ponys vor Kälte schützt und auch ideal für die Offenstallhaltung macht.

An den Gliedmaßen sind Shetland Ponys gut bemuskelt und kräftig gebaut. Die starken Knochen sind charakteristisch für diese Ponys, ebenso wie der lange, kräftige Rumpf. Shetland Ponys kommen in fast allen bei Pferden gängigen Farben vor, vor allem gibt es Rappen und Braune, aber auch Schimmel, Füchse, Schecken und Tigerschecken.

 

Und zum Schluss hier noch einfach was Nettes.



Vollblut, Warmblut, Kaltblut - Was ist eigentlich was?
Dienstag, 2. Dezember 2008, 02:53 Uhr
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Natürlich wissen die meisten Reiter Bescheid, wie man Pferde nach Kalibern einteilt. Wer zu den Vollblütern, Warmblütern oder Kaltblütern zählt. Da aber vermutlich auch Reitanfänger und junge Reiter hier reinschauen, einmal eine Beschreibung der grundlegenden Einordnung.

Der Begriff Kaliber wird verwendet, wenn die Pferde nach ihrer Schwere eingeordnet werden. Genauer gesagt nach der Schwere ihres Knochenbaus. Hier geht es nicht um die Größe des Pferdes. Viele Kaltblüter sind nur im 1,60 Meter groß und können ganz andere Leistungen vollbringen als Warmblüter derselben Größe.

Auch gibt es die Pferde im Cob Typ (zum Beispiel Welsh Cob), was immer die schwerste “Fassung” einer Rasse beschreibt, die nur um 1,50 Meter groß sind. Dieselbe Größe, die auch die feingliedrigen Araber haben. Allerdings könnten diese niemals so schwere Reiter tragen wie Cobs dazu im Stande sind.

Es ist also nicht die Größe des Pferdes, die zählt, sondern der Körperbau. Oder kann man ein 1,70 Meter großes Englisches Vollblut Rennpferd mit einem Shire Horse des gleichen Stockmaß auch nur annähernd vergleichen?

Kaltblut, Warmblut, Vollblut - diese Begriffe haben also nichts mit der Körpertemperatur zu tun, wie etwa bei Reptilien, sondern mit eben jenem “Kaliber”.

Bei Vollblütern wählt allerdings noch etwa anderes ganz besonders: Die Abstammung. Ein Vollblut muss auf eine Arabische Abstammung zurückblicken können. Das bedeutet, dass sie entweder den Namenszusatz “ox” für das Arabische Vollblut oder “xx” für das Englische Vollblut, das ja über seine drei Stammväter Byerley Turk, Darley Arabian und Godolphin Barb auch auf Araber zurückgeht, haben muss.

Es gibt allerdings auch Halbblüter mit Vollblutanteil auf einer oder beiden Elternseiten, diese werden jedoch trotzdem eher zu den Warmblütern gezählt, die Klassifizierung ist hier nach Prozentanteilen geregelt.

Warmblüter liegen vom Kaliber her zwischen Vollblut und Kaltblut. Hierzu zählen alle klassischen deutschen Reitpferderassen, auch die Westernpferderassen und die meisten europäischen Reitpferdezuchten. Warmblüter sind die Pferde für Spring- und Dressursport, aber auch fürs Fahren.

Kaltblüter heißen die schweren Pferde, die früher ausschließlich zum iahen von Lasten und für die Arbeit auf dem Feld gezüchtet wurden. Auch ihr ruhiger Charakter machte das Wort “kaltblütig” wahrlich sprichwörtlich.

Unklar ist manchmal, wozu eigentlich Ponys zu zählen sind. Viele zählen diese Kleinpferde offiziell zu den Kaltblütern, eigentlich müssen sie jedoch in einer eigenen Klasse geführt werden, da sie mit Großpferden oft nur schwer zu vergleichen sind.

Weitere Infos und Texte zu den Themen

Vollblut und Rennpferd, Warmblut, Kaltblut und Ponys findet ihr, wenn ihr die Worte anklickt.

Warmblut Le Mans (Zweibrücker) unter Meredith Michaels-Beerbaum

Halbblut Shutterfly (ebenfalls Meredith Michaels-Beerbaum),

Vater Silvio mit hohem Vollblut-Anteil, Mutter Famm Halbblut-Stute

 

Bayerische Kaltblüter



Rasseporträt: Shire Horse
Dienstag, 2. Dezember 2008, 02:21 Uhr
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Sie sind vielleicht auf Grund ihrer Größe nicht jedermanns Sache, dennoch üben die großen und kräftigen Kaltblüter eine unmittelbare Faszination auf Pferdefreunde aus. Ihre Bewegungen sind eleganter als mancher denken möchte. Nie wirken diese Pferde schwerfällig, sondern zeigen ihre kraftvollen Bewegungen mit einem unglaublichen Elan. Wo Shire Horses auftauchen, werden sie bewundert.

Unter allen Kaltblut Pferderassen ist vielleicht die beliebteste das englische Shire Horse. Sie sind die größten Kaltblutpferde, erreichen ein Stockmaß von durchschnittlich etwa 1,70, die Tiere können aber auch deutlich kleiner und größer sein. Schon wegen ihrem mächtigen Körperbau wirken sie jedoch noch deutlich größer und gewaltiger.

Manch ein Shire Horse Fan meint, wer einmal auf einem dieser Pferde geritten ist, möchte nie mehr ein anderes Pferd.
Was ist also so faszinierend am Shire Horse und was gibt es zur Geschichte dieser Kaltblüter zu erzählen?

Gezüchtet wurden Shires ursprünglich in den Graftschaften Lincolnshire, Derbyshire, Leicestershire und Staffordshire in den Midlands. Diese Herkunft spiegelt auch der Name Shire wider, der soviel wie Grafschaft bedeutet.

Die Abstammung der Shires geht auf die Schlachtrösser des Mittelalters zurück. Damals dienten die schweren Pferderassen als Pferde für den Krieg und die vielen Schlachten des Hundertjährigen Krieg und der Rosenkriege.

“English Black” nannte der Lordprotektor Oliver Cromwell die Rasse. Und tatsächlich ist auch heute noch Schwarz eine der vorherrschenden Farben dieser Kaltblüter, allerdings gibt es auch sehr viele Braune und ab und zu Schimmel.

Im 16. und 17. Jahrhundert arbeiteten Holländer in England, die ihre Arbeit bei der Trockenlegung der Moore und Sümpfe verrichteten. Ihre schweren Pferde vermischten sich mit den einheimischen “Blacks“.

Außerdem wurden zur Verbesserung der Gänge Friesen in der Zucht eingesetzt.

Im 18. Jahrhundert lebte der Gründerhengst der heutigen Rasse “Shire Horse”. Er trug den Namen “The Packington Blind Horse“.

Erst ab 1884 war der Name Shire Horse gebräuchlich, als die Shire Horse Society offiziell gegründet wurde.

 

Heutige Shire Horses wiegen zwischen 1000 und 1200 Kilogramm, was ein wirklich enormes Gewicht für ein Pferd ist. Die meisten Shire Horse Reiter benutzen ihre Pferde in der Freizeit für Ausritte und ab und zu auch für Show Veranstaltungen. Dafür werden sie in England auch ebenso gezüchtet wie als Kutschpferde. Es ist beeindruckend, wenn man zwei oder sogar mehr dieser Kaltblüter vor einer Kutsche sieht. Einen interessanten Bericht, welche Arbeiten Shire Horses noch verrichten fand ich im historyblog und bei Simplymarvellous.

Erstaunlich ist, dass Shire Horses auch durchaus gute Leistungen in der Dressur zeigen, was mit ihrem Kötenbehang besonders eindrucksvoll wirkt.

Dieser Kötenbehang ist bei allen Shire Horses ausnahmslos weiß und sehr dicht. Er bedarf guter Pflege, damit er so seidig bleibt, wie er sein sollte.

Vom Charakter her sind Shire Horses meist sehr umgänglich und haben ein eher ruhiges Gemüt. Jedoch sollte man ihr Temperament nie unterschätzen.

Vom Körperbau sehr kräftig, haben Shire Hengste einen durchschnittlichen Brustumfang von 180 - 240 Zentimetern. Wer auf solch einem Kaltbluthengst sitzt, fühlt sich zwangläufig ganz winzig, aber das ist für viele sogar der Reiz am Shire Horse Reiten. Eins zu werden mit solche einem Riesen ist ein unglaubliches Gefühl.

Shire Horses haben eine besonders kräftige Hinterhand, welche diese Kaltblüter zu idealen Kutschpferden macht. Der Kopf des Shires wirkt in Bezug zum Rest des Pferdekörpers fast klein, hat aber dennoch eine ordentliche Größe mit weit auseinander stehenden Augen und einer “Elchnase”, so genannt, weil sie wirklich eine Ähnlichkeit mit diesen Tieren hat.

Eine weitere gute Beschreibung der Rasse fand ich bei Pferdethema.de.

 

Weitere interessante Infos und Geschichten rund um Shires:

http://simplymarvelous.wordpress.com/2007/11/01/tina-is-the-tallest-horse-in-the-world/

http://simplymarvelous.wordpress.com/2007/08/19/many-ways-to-enjoy-a-shire/

http://simplymarvelous.wordpress.com/2007/08/19/huge-draft-horses-bring-history-to-county-fair/

http://simplymarvelous.wordpress.com/2007/08/02/speaking-of-shires/