Der Konik - Nachfahre der Wildpferde
Sonntag, 18. Januar 2009, 16:09 Uhr
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Der Konik ist das, was man eine wirklich ursprüngliche Rasse nennt. Er trägt noch den dunklen Aalstrich auf seinem Rücken, der ein Pferd kennzeichnet, dass mit den Urpferden eng verwandt ist.

Die Heimat der Koniks ist Polen - und dort wurden sie mittlerweile nicht nur zu echten Attraktionen in freier Wildbahn, sondern auch zu sehr guten Pferden im Reitschul-Betrieb. In zahlreichen polnischen Reitschulen sind die Kleinpferde zu finden. Viele Reitschüler finden es dann auch ganz besonders interessant, einmal solch ein Pferd mit langer Geschichte zu reiten.

Auch wenn die mausgrauen Pferde nicht gerade Schönheiten sind, sie haben einen ausgeglichenen Charakter und eine große Leistungsfähigkeit. So machen Koniks auch vor kleinen Sprüngen sicherlich nicht Halt und geben immer das beste für ihren Reiter. Besonders überzeugen sie bei Ausritten durch Trittsicherheit und eine große Gehfreude, mit der die Koniks in Reitställen ihren wilden Verwandten in nichts nachstehen.

Koniks sind auf die einst die osteuropäischen Wälder durchstreifenden wilden Tarpane zurückzuführen. So benutzte man die Koniks auch, als man versuchte, diese Urpferderasse zurück zu züchten. Tarpane gibt es beispielsweise im Münchener Tierpark Hellabrunn. Sie wurden mit Koniks gezüchtet.

Tarpane gab es in Polen, Litauen und Ostpreußen bis ins 18. Jahrhundert. Doch um das Jahr 1780 wurden die letzten wilden Tarpane im Bialowieza Urwald - der heute zum Weltnaturerbe der Menschheit zählt und den besonderen Schutz der UNESCO steht - eingefangen und in den Bilgoraj Naturpark des Grafen Zamojski in Südostpolen gebracht.

Er wollte sich diese Urpferde zunächst zum Vergnügen halten. Doch nach finanziellen Problemen mit dem Wildpark verschenkte er die letzten Exemplare an Bauern der Region.

Diese benutzten die Pferde in der Landwirtschaft und achteten natürlich auf keine

Reinzucht. Für sie war die Arbeitskraft der Pferde wichtig.

Doch immerhin veränderte sich das Pferd dadurch kaum. Denn edle Pferderassen in solch einer kargen Gegend einzukreuzen wäre sinnlos gewesen. Also starb der Tarpan zwar aus, aber das Bauernpferd Konik entstand. Und blieb in seiner ursprünglichen Form über die nächsten Jahrhunderte erhalten.

Weiterhin lebten viele Koniks halbwild in den polnischen Wäldern.

Heute findet man die Kleinpferde auf einer Halbinsel des Beldan See. Dort leben sie auf etwa 1600 Hektar Land.

Das Gebiet ist ein Nadel- und Mischwald, durch den sich auch Moore ziehen.

Hier versuchen die einheimischen nun mit Erfolg, die Konik-Zucht zu erhalten.

Die mausgrauen und falben bis schwarzbraunen Ponys haben ein Stockmaß von 1,32 - 1,47 Metern. Sowohl der Aalstrich als auch die “Zebrastreifen” an den Beinen erinnern an den Vorfahren - den Tarpan.

Blogs zum Thema Konik und Tarpan:

http://www.my-holstein.de/index.php?act=viewBlog&tag=konikpferde&locationID=5500

http://www.pferdethema.de/2007/04/14/huzulpony/

http://www.bio-in-bayern.de/index.php?id=159&PHPSESSID=4f328fcd95001a6eac9d2b6c9edcf5b3

http://www.birdnet-cms.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=50&idart=1217&m=&s=

http://www.pferdethema.de/2007/04/14/tarpan/



Der Berber - Wüstenpferde aus Afrika
Sonntag, 18. Januar 2009, 15:53 Uhr
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Seit 2000 Jahren gibt es diese Pferderasse, die somit eine der ursprünglichsten überhaupt ist.

Und sie sind mit ihrer Wüstenheimat ebenso verbunden wie mit den Nomaden, die auf ihnen einst ritten und ihrer Zucht begründeten.

Heute sind rein gezüchtete Berber extrem selten geworden, in Nordafrika gibt es sie dennoch - und sie werden dort auch wie ein Schatz behandelt.
Besonders beliebt sind Berber, weil sie ein wirklich sanftes Gemüt haben. Sie sind anhänglich, verschmust und sehr auf “ihre” Menschen bezogen. Wer einmal einem Berber begegnet, der ist sofort verliebt in ihn, so heißt es.

Die Pferde sind ideal für Kinder und für Erwachsene. Sie sind mit einem Stockmaß von 1,40 bis 1,60 Metern eher klein gewachsen und haben ein eher kompaktes Aussehen. Charakteristisch ist die Ramsnase und die lange Mähne und Schweif. Vor allem kommen unter den Grundfarben der Berber Schimmel und braune vor.

Eingesetzt werden Berber vor allem für Wanderitte, ihre Ausdauer macht sie hierfür perfekt, deshalb sind die Pferde auch ideal für den Einsatz als Freizeitpferde.

Aber auch für Distanzritte eignen sich die ausdauernden Pferde sehr gut.

In Nordafrika sind sie auch in zahlreichen Reitschulen zu finden.

Dort finden auch die Fantasia-Festivals statt sowie zahlreiche andere Shows, bei denen Berber Pferde ihr Talent für zirzensische Übungen zeigen.

Die Geschichte des Berbers reicht sehr weit zurück in die Vergangenheit. Berber

wurden schon im Jahr 400 vor Christus in zeitgenössischen Berichten als wendig, mutig und treu bezeichnet.

Um 800 nach Christus brachten die Mauren die Berber-Pferde mit auf die spanische Halbinsel, als diese erobert wurde.

So konnten die Berberpferde Einfluss nehmen auf die Pferderassen Europas. Aber über die spanischen Pferde, die hauptsächlich von den Berbern geprägt wurden, kam die Rasse sozusagen auch in die “Neue Welt”. Denn auch die nordamerikanischen Rassen oder die südamerikanischen Criollos oder Pasos zeigen Merkmale des Berbers.

Im Barock machten die Berber jedoch auch Karriere innerhalb von Europa. Denn hier hatten die großen Rittmeister ihr Talent für die Dressur entdeckt. Und so begeisterten Berber bei Hofe mit ihrer hohen Beinaktion und übten Lektionen der Hohen Schule aus.

Und ein anderer Berber-Hengst machte ebenfalls eine abenteuerliche Karriere in Europa durch. Sein Name: Godolphin Barb. Das Pferd sollte nach einer Odyssee durch Europa zu einem der Stammväter des Englischen Vollbluts werden.

Heute ist der reinrassige Berber leide fast vom Aussterben bedroht. Jedoch werden in Algerien, Marokko und Tunesien große Anstrengungen unternommen, die Rasse zu erhalten.

Auch in Deutschland gibt es mit dem VFZB - dem Verband der Freunde und Züchter des Berberpferdes - einen kleinen Zuchtverband, der sich um das charakterlich einwandfreie, bewegungsstarke und trittsichere Pferd bemüht.

Hier einige Blogs zum Thema Berber:

http://www.pferdethema.de/2007/03/21/berber/

http://www.mensch-und-haustier.de/pferde/index.php?inhalt=Berber

http://www.cwanswers.de/8921/berber

http://www.pferdeinfos.com/a-g/berber.html



Der Belgier - ein Sportler unter dem Sattel
Sonntag, 18. Januar 2009, 14:35 Uhr
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Besonders im Springen begeistern sie auf den Parcours dieser Welt: Die Pferde der Belgischen Warmblutzucht, kurz Belgier genannt.

Belgien ist eigentlich ein winzig kleines Land in Europa. Und doch verfügt es über drei Zuchtverbände, was wirklich erstaunlich ist. Anders als in der Politik und Gesellschaft, wo der Kampf zwischen Flamen und Wallonen immer wieder aufbrandet, ist es in der Pferdezucht so, dass eine friedliche Koexistenz herrscht. Da gibt es zum einen BWP (Belgisch Warmbloedpaard) - das Belgische Warmblutpferd, der Zuchtverband, in dem sich die holländisch angehauchten Flamen organisiert haben. Und im Süden gibt es SBS (Le cheval de sport belge), in dem sich die französisch sprechenden Wallonen zusammenfanden.

Der dritte belgische Zuchtverband ist dann zu allem Überfluss noch das Privatgestüt Zangersheide von Leon Melchior, das regelmäßig versucht, die anderen Verbände mit seinen Leistungsträgern auszustechen. Pferde aus dem Gestüt Zangersheide haben mittlerweile echte Berühmtheit erlangt, nicht zuletzt auch wegen der reitenden Tochter des Hauses Judy-Ann Melchior.
Aus Zangersheide stammen mittlerweile zahllose erfolgreiche Springpferde, aber auch bei den anderen belgischen Zuchtgebieten ist das der Fall.

Der berühmteste aller Belgier war vielleicht der viel zu früh verstorbene Jus de Pommes. Aber auch Pferde wie Ratina Z, die von dem Gestütshengst Ramiro Z abstammte, oder Joli Coeur machten das Zuchtgebiet bekannt. Heute sind es Aktion Pur Z unter Judy Ann Melchior oder die junge Stute Kismet unter Meredith Michaels-Beerbaum, die Hoffnungen der Belgier-Zucht sind.

Die BWP Zucht geht übrigens auf einen Geistlichen zurück, nämlich auf den Kanionikus Andre de May. Er setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg für eine

Pferdezucht ein, die sowohl gute Reitpferde als auch Pferde für die Landwirtschaft hervorbringen sollte.

Hengste aus Frankreich, Holstein und Hannover beeinflussten die Rasse in Zukunft deutlich und schafften es, ein echtes Sportpferd hervorzubringen.

Einer der berühmtesten Vererber der Belgier-Zucht war übrigens Darco, der unter Ludo Philipaerts vor seiner Karriere in der Zucht auch in den schwersten Parcours unterwegs war - ebenso wie sein Sohn Parco heute.

Belgier erreichen ein Stockmaß von 1,60 bis 1,75 Metern. Sie kommen in sämtlichen Farben vor, sogar Schecken sind vorhanden.

Die Zucht der Belgier verfolgt vor allem das Ziel, ein perfektes Springpferd zu erhalten. Deshalb ist das Springvermögen der meisten Belgier überdurchschnittlich groß.

Ansonsten sind die Pferde mittelschwer und haben teilweise deutlichen Vollblut-Anteil.

KISMET - BELGIER STUTE

Weitere Blogs zum Thema Belgier:

http://www.pferdethema.de/2007/03/20/belgisches-warmblut/

http://www.spezialrassenforum.de/spezialrassenfotoarchiv/wordpress/?cat=28

http://www.sol.de/news/Pfoetchen-Report-Tiere-Pferde;art26205,2667893

Auch interessant,eine Liste wirklich aller Pferderassen:

http://gigolo-girl.myblog.de/gigolo-girl/page/875783/Pferderassen-der-Welt



KWPN - vier Buchstaben, eine Bedeutung: Leistung
Sonntag, 18. Januar 2009, 04:11 Uhr
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KWPN ist die Abkürzung für die Königlich Niederländische Warmblut Zucht. Und diese Zucht wurde in den letzten Jahren immer erfolgreicher. Ja, manchmal scheint es sogar, als könne sie die deutschen Pferderassen eines Tages überflügeln. Dies hofft hierzulande natürlich niemand. Einzelne niederländische Pferde haben jedoch schon angesetzt zum Siegeszug auf Dressurvierecken und in den Parcours.

Besonders im Springreiten beeindruckten vor kurzem drei Niederländer bei den Olympischen Spielen, da sie dort die ersten drei Plätze belegten. Hickstead unter Eric Lamaze, Ninja unter Rolf-Göran Bengtsson und Authentic unter Beezie Madden.

Kurz: die KWPN Pferde sind nicht mehr zu übersehen und zahlreiche Nachwuchs-Hoffnungen rücken ebenfalls nach.

Einer der ersten berühmten Niederländer war übrigens De Sjiem, der Schimmel, der unter Jereon Dubbeldam völlig überraschend die Goldmedaille in Sydney 2000 holte.

Die KWPN Rasse wurde von Anfang an auf Leistungsbereitschaft und vermögen hin gezüchtet.

Dies war immer das Ziel der Züchter, die sich der Sportpferdezucht in den Niederlanden widmeten.

Für den Zuchterfolg wurden die einheimischen Gelderländer und Groninger mit Trakehnern, Holsteinern und Selle Francais gekreuzt.

Berühmte Hengste, die Einfluss auf die Niederländer-Zucht hatten und haben, sind Alme Z, Furioso II, Amor, Farn, Nimmerdor, Calvados, Ladykiller xx, Ramzes AA und Cor de la Bryere.

Die Leistungsorientierung geht bei den Niederländern soweit, dass sie vielleicht mehr als jeder andere Zuchtverband Wert legen auf Gesundheit der Pferde, auf ein perfektes Exterieur und beste charakterliche Eigenschaften.

Jungpferde werden sehr früh bei Leistungsprüfungen vorgestellt. Fohlen sollen besonders frühreif sein. Im Alter von drei Jahren müssen Junghengste einen 70 Tage test bestehen. Außerdem wird ihre Gesundheit auf “Herz und Nieren” geprüft. Sie werden unter anderem auf Osteochondrose, auch als “Chips” bekannt, geröntgt - und das Ergebnis der Untersuchung ist allen Züchtern zugänglich.

Doch die Junghengste erhalten auch dann nur eine vorläufige Deckerlaubnis. Denn sie müssen fünfjährig an Hengst-Turnieren teilnehmen, um weiterhin decken zu dürfen.

Auch die weiblichen Jungpferde werden in den Niederlanden einem 35 Tage dauernden Leistungstest unterzogen.

Da die Niederländer sehr intensiv den Pferdehandel betrieben, gelangen die KWPN Pferde in alle Welt. Es gibt in den Niederlanden zahllose große Auktionen zu denen internationale Pferdehändler und -züchter anreisen.
In Utrecht finden alljährlich die Hengsttage statt, die zugleich eine Körung als auch eine Auktion darstellen.

KWPN Pferde sind neben dem Springen und der Dressur auch im in den Niederlanden so beliebten Fahrsport erfolgreich.

KWPN haben eine Größe von 1,60 bis 1,75 Metern und sind von Exterieur und Interieur her echte Athleten. Elegant und athletisch, charakterfest und leistungsbereit.

Weitere Blogs über KWPN:

http://dressageathlete.com/sports/kwpn-dressage-horse-for-sale/

http://www.vera-fuerst.de/Equestrian-Horse-Breeds/niederlaendische-warmblut-kwpn.html

http://www.paardenbemiddeling.com/?p=60 (leider nur für des Holländischen Kundige ;)

http://www.vera-fuerst.de/Reitsportnews/kwpn-erteilt-anerkennung-fuer-hickstead-casino-und-tresor.html

U-Too - Tochter des Calvados, geboren 2001



Der Groninger und der Gelderländer - Ahnen des KWPN
Sonntag, 18. Januar 2009, 03:04 Uhr
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KWPN - diese vier Buchstaben stehen mittlerweile für eine der besten Pferdezuchten auf der Welt, nämlich für die Königlich niederländische Warmblutpferdezucht.

Einen langen Weg mussten diese Sportpferde allerdings schon zurücklegen, um das zu werden, was sie heute sind: Spitzenpferde im Dressurviereck und auf den Springparcours dieser Welt.

Kaum jemand kennt jedoch die Ahnherren dieser mittlerweile so bekannten Pferderasse. Es sind die Groninger und die Gelderländer. Beides sind schwere Warmblut-Pferderassen eines Typs, der heute kaum noch beliebt ist und Beachtung findet. Aber dennoch haben sich die beiden Zuchten erhalten und bringen gute Pferde für den Fahrsport und als Freizeitpartner hervor.

Der Groninger, benannt nach einer Landschaft in den Niederlanden, ging aus der Zucht mit Ostfriesen und dem alten Typ der Oldenburgern hervor.

Heute sind diese Vorfahren verschwunden und fast das gleiche Schicksal ereilte den Groninger. Denn Pferde dieses Typs sind heute wirklich nur noch unter Liebhabern gefragt.

Etwa 150 Stuten der Rasse blieben letztendlich übrig und bilden heute die Zucht des Groningers.

Vom Phänotyp her wirkt das Groninger Pferd wie das deutsche schwere Warmblut. Sehr stämmig und kräftig im Fundament. Feste Knochen. Ein kaum ausgeprägter Widerrist. dazu einen großen Kopf, der jedoch immer aus aufmerksamen Augen den Reiter anblickt.

Groninger haben einen recht energischen Schritt. Der Trab ist schwungvoll und das Pferd zeigt in dieser Gangart eine sehr hohe Beinaktion. Der Galopp ist dem Typ entsprechend etwas schwerfälliger als bei anderen Warmblütern.

Bemerkenswert ist, dass auch Groninger durchaus gut springen können. Sie haben diese Eigenschaft an ihre KWPN Nachfolger weiter gegeben. Von der Größe her liegen Groninger um 1,60 bis 1,70 Meter.

Der Gelderländer ist etwas leichter gebaut als der Groninger. Auch sein Name geht auf seine Zuchtprovinz Gelderland zurück. Außerdem werden die Pferde auch in Utrecht und Südholland gezüchtet.

Pferde aus Oldenburg, Hannover, Holstein, Ostfriesen und Franzosen hatten Einfluss auf den Gelderländer.

Als die landwirtschaftliche Zucht in den Hintergrund trat und vermehrt Sportpferde gezüchtet wurden, kamen auch Vollblüter als Veredler zum Einsatz. Hier entwickelte sich schon fast das KWPN Pferd. Jedoch sprachen sich viele Züchter für den bewussten Erhalt des Gelderländers aus.
Eine gute Entscheidung, denn das 1,60 Meter bis 1,70 Meter große Pferd ist vor allem ein sehr beliebtes Freizeitpferd.

Er ist umgänglich und hat einen guten, ausgeglichenen Charakter. Sein auffälliger Trab mit der hohen Beinaktion machte den Gelderländer aber auch zum äußerst beliebten Kutschpferd. Heute begegnet man ihm auch in diversen Fahrsport-Wettkämpfen. Und auch bei Shows begeistern die Gelderländer immer wieder.

Das Stutbuch dieser Pferderasse ist übrigens geschlossen. Das bedeutet, dass kein fremdes Blut, also keine anderen Rassen, mehr aufgenommen werden.

Mehr zu den beiden Pferderassen:
http://www.pferdethema.de/2007/03/16/groninger/

http://www.pferde-weide.de/hintergrundinfos/auflistung-vieler-pferderassen/

http://www.vera-fuerst.de/Equestrian-Horse-Breeds/niederlaendische-warmblut-kwpn.html



Züchten - ein kleines Einmaleins der wichtigsten Aspekte
Sonntag, 18. Januar 2009, 02:51 Uhr
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Wer mit der Pferdezucht beginnt, der muss einige Begriffe natürlich kennen. Hilfreich ist dieses Wissen allerdings auch für all jene, die keine so hohen Ziele wie eine eigene Zucht haben, sondern einfach nur normiert sein möchten. Oder die für eines der Reitabzeichen büffeln und im Theorieteil gut abschneiden möchten.

Ein Begriff, der immer wieder in der Pferdezucht vorkommt, ist die “Reinzucht”. Für viele Züchter geht es ständig darum. Reinzucht bedeutet, dass nur innerhalb einer Rasse gezüchtet wird und keine Hengste von außen die Zucht beeinflussen dürfen. Die reinrassigste Pferderasse der Welt sind die Asil Araber. Denn seit 622 ist diesen Pferden kein fremdes Gen mehr in ihre Rasse zugeflossen. Eine beeindruckende Leistung, solch eine Reinzucht zu erhalten.

Auch die Englischen Vollblüter gelten als besonders reinrassig. Seit 179 ist das Stutbuch geschlossen, was bedeutet, dass offiziell keine anderen Rassen mehr eingekreuzt werden dürfen. Allerdings soll dies ab und zu trotzdem passiert sein.

Auch die Isländer gelten als reinrassig. Seit 1100 soll kein fremdes Blut mehr in diese Pferderasse geflossen sein.

Veredler werden Pferde genannt, die bewusst in eine Rasse eingekreuzt werden, um diese zu verbessern und zu veredeln.

Bestimmte nicht besonders ausgeprägte Eigenschaften sollen mit diesen Hengsten in die Zuchtstruktur eingebracht werden.

In allen Pferderassen wird auch Selektion betrieben. Das bedeutet, dass immer mit den laut Zuchtziel besten Pferden weiter gezüchtet wird.
Das Pedigree ist der Stammbaum oder die Ahnentafel eines Pferdes.

Unter Inzucht versteht man, dass Pferde miteinander angepaart werden, die eng miteinander verwandt sind. Dies sollte nach Möglichkeit vermeiden werden, besonders Inzucht unter Geschwistern.

Denn Inzucht kann zu einer so genannten Inzuchtdepression führen. Dann können die Leistungsfähigkeit und auch Fruchtbarkeit unter den Nachkommen nachlassen, da die Paarung von zu nah verwandten Pferden nicht gesund ist.

Der Outcross ist das Gegenteil der Inzucht. Darunter versteht man nämlich die Anpaarung zweier Pferde, die überhaupt nicht miteinander verwandt sind, auch nicht weitläufig.
Unter dem Begriff Genotyp versteht man die Gesamtheit aller Erbanlagen der Pferdes. Der Genotyp bleibt ein Leben lang bei jedem Lebewesen gleich.

Anders ist dies beim Phänotyp. Denn dies ist das Erscheinungsbild des Pferdes. Es kann sich immer wieder ändern, vor allem wenn das Pferd älter wird oder auch sein Leistungsstand sich ändert. So wirkt ein durchtrainiertes Turnierpferd selbstverständlich vom Muskelaufbau und der ganzen Erscheinung anders als ein Jungpferd oder ein Freizeitpferd.

Blogs zur Zucht:

http://www.pferde-gestuet.de/Pferdezucht-mit-Qualitaet-c1.html

http://www.pferde.de/Es-kann-losgehen-die-Stars-von-morgen-stehen-bereit.20751.0.html

http://www.pferde.de/Torstuermer-ersteigert-Spitzenpferd.21331.0.html

http://www.pferde.de/Reitpferdeverkaufstage-vom-23-26-Oktober-2008.20631.0.html 

http://www.pferde.de/Es-geht-wieder-los-Zuchtjahr-2008.6451.0.html



Pferde züchten in Deuschland
Sonntag, 18. Januar 2009, 02:43 Uhr
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Die Pferdezucht ist sicher keine einfache Sache und wer sich dafür entscheidet, Pferdezüchter zu werden, muss wissen, auf welch schwierige Aufgabe er sich einlässt. Denn auch eine kleine Zucht erfordert ungluablich viel Arbeit und bietet Beschäftigung rund um die Uhr - auch Nachts, denn Fohlengeburten finden oft zu diesem Zeitpunkt statt.

Was ein Züchter zunächst braucht, ist die Idee, mit welchen Pferden er überhaupt züchten möchte. Er sollte sich zu Beginn auf eine Rasse beschränken, mit mehreren Rassen zu züchten, erfordert noch mehr Arbeit und Wissen.

Die Entscheidung, ob es eine Warmblut-, eine Pony- oder sogar Kaltblutrasse sein sollte, ist natürlich jedem selbst überlassen. Dabei spielt allerdings das Budget eine wahrlich nicht unbedeutende Rolle. Und jeder, der züchten möchte, sollte auch wissen, dass es teuer wird. Warmblut- und Vollblutzucht ist allerdings bei weitem am teuersten.

Selbst wenn der passende Hof schon vorhanden ist, kosten die Stuten relativ viel Geld.

Dazu kommt der Samen der Hengste. Die meisten Pferdezüchter halten heute Hengste nicht mehr selbst, sondern ordern die Samen, die sie für ihre Stute möchten, bei einem der großen Gestüte. Dort sind die Hengste meist über einige Monate zum Absamen aufgestellt. Der Samen wird der Stute dann künstlich vom Tierarzt eingesetzt.
Samen von guten Hengsten kosten auch einige Hundert Euro pro Portion und kein Züchter weiß, ob es gleich auf Anhieb klappt. Die besten Hengste haben sogar Preise von über 1000 Euro pro Portion.

Dennoch fasziniert die Pferdezucht Hunderte Menschen in Deutschland, die zumindest mit ihren ein oder zwei Stuten züchten möchten. Auch viele junge Leute sind mittlerweile in Jungzüchter-Verbänden organisiert.

Diese halten ihre eigenen Jungpferde-Schauen ab und mit sichtlichem Stolz werden dort die ersten eigenen Zuchtprodukte der Jugendlichen präsentiert. Meist sind diese jungen Leute durch die Züchter-Eltern “vorbelastet”. Dennoch beeindruckt das Engagement und die Professionalität.
Ein Fohlen von der eigenen Stute ist eben etwas ganz Besonderes. Allerdings auch etwas, das in seiner Aufzucht noch einmal viele Kosten verursacht. Deshalb sind die meisten Züchter letztendlich froh und stolz, wenn ihr Fohlen oder Jungpferd prämiert wird und danach vielleicht über eine der großen Auktionen verkauft werden kann. Und dennoch ist es meist so, dass die Kosten es Züchters den Gewinn bei weitem überschreiten.
Gewinn machen die wenigsten Pferdezüchter. Den können sie eigentlich erst erreichen, wenn sie nicht nur ein Fohlen verkaufen, sondern ein Jungpferd, dass entweder gekört wurde oder bei einer Stutenleistungsschau eine Prämierung erhielt.
Diese können auf Elite-Auktionen stattliche Preise erzielen. Doch der Weg dorthin ist natürlich weit.

Viel Eigenengagement und Liebe zu der Zucht zeichnen jeden Züchter letztendlich aus. Denn auch die Züchterprämien, die ein Pferd im Hochleistungssport einmal bringen kann, sind für den Züchter nicht wirklich üppig bemessen. Wobei sie zumindest eine Anerkennung darstellen für oft jahrelange Arbeit - viele immer mit dem Ziel vor Augen, eines Tages einen Champion zu züchten.

Mehr zur Pferdezucht in Deutschland:

http://www.pferdethema.de/2007/05/25/erfolge-der-deutschen-pferdezucht/

http://www.pferdevirus.de/content/view/20/37/

http://www.syndis-blog.de/2008/01/26/pferdezucht-und-ihre-entstehung-definition/

http://www.reit-blog.de/reitsport-news/381

http://faaanblogg.blog.de/2007/08/26/title~2874928?trackbacks=1



Pferde aus Sachsen-Anhalt - eine neue Rasse erobert den Sport
Sonntag, 11. Januar 2009, 19:23 Uhr
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Noch trifft man sie selten im großen Hochleistungs-Reitsport an. Aber wenn heute jemand die Startlisten der bedeutenden Turniere liest, findet immer wieder einmal einen so genannten Sachsen-Anhaltiner.

Mir fiel diese Rasse zum ersten Mal richtig auf, als ich las, dass das neue Pferd von Meredith Michaels-Beerbaum aus diesem Zuchtgebiet stammt. Lancaster heißt der Braune, früher wurde er von Holger Wenz erfolgreich in Youngster-Prüfungen vorgestellt - und jetzt schickt er sich an, seine ersten Springen bei den “Großen” zu bestreiten.

Für mich war das ein Grund, mich einmal genauer mit der bewegten Geschichte dieser Rasse zu beschäftigen. Denn eines ist klar: Rassen aus der ehemaligen DDR haben immer eine ganz besondere Odyssee hinter sich. Eine Reise aus einem politischen System in eine ganz neue Welt.

Sachsen-Anhaltiner sind um 1,60 bis 1,70 Meter groß und kommen in allen Farben, vor allem aber Braune und Füchse sowie Schimmel vor.

In der DDR nannte man alle einheimischen Sportpferdezuchten “Edles Warmblutpferd”, so auch den Sachsen-Anhaltiner.

Die Rasse wurde deutlich durch den Zuchteinsatz von Hannoveranern geprägt. Diese waren nach dem Zweiten Weltkrieg hauptsächlich in der Zucht des Sachsen-

Anhaltiners zum Einsatz gekommen.

Zentrum der Sachsen-Anhaltiner-Warmblut-Zucht war das Gestüt Radegast unweit von Halle/Saale.

Schon im 18. Jahrhundert wurden in der Gegend Warmblüter gezüchtet. Sie konnten auf den weiten, fruchtbaren Böden der Region bestes Gras fressen und entwickelten sich dadurch sehr gut. Doch Justus von Liebig und seine bedeutende Erfindung, der Kunstdünger, beeinflussten die Landwirtschaft enorm. Denn nun konnte viel mehr angebaut und geerntet werden. Dafür brauchte man kräftige Warmblutpferde - und so wurde die Zucht von edlen Rössern auf schwere Arbeitspferde umgestellt.

Das Zuchtbuch für “Edle Warmblutpferde”, aus denen der Sachsen-Anhaltiner hervor gehen sollte, entstand erst wieder nach dem Zweiten Weltkrieg.

Mit dem Niedergang der Landwirtschaft wurden vermehrt sportliche Aspekte in den Vordergrund gerückt und die Reitpferde Zucht umgestellt.

In Sachsen-Anhalt war es vor allem ein Hengst, der die Zucht schon bald revolutionieren sollte. Der Schimmel Kolibri, der aus einem hannoverschen Stamm hervorgeht, aber alle ostdeutschen Zuchten beeinflusste. Auch Vollblüter wie Der Löwe xx und Julius Cäsar xx und einige Trakehner wurden von den Züchtern in Sachsen-Anhalt eingesetzt und bildeten ein modernes Sportpferd aus.
Ein Pferd, dass hoch im Blut steht und mit seinem athletischen Körperbau bestens geeignet ist vor allem für das Springen, aber auch für die Dressur.

Vom Pferdezuchtverband Sachsen-Anhalt aus finden mehrmals im Jahr Verkaufstage für sachsen-anhaltinische Sportpferde statt, auch Fohlen-Verkaufstage gibt es in jedem Herbst.

Nun darf man wirklich gespannt sein, wie viele Sachsen-Anhaltiner sich in Zukunft im Sport tummeln werden. Mit ihrem Kampfgeist und ihrem auf Leistung gezüchteten Charakter haben sie alle Anlagen dafür.

Mehr zum Sachsen-Anhaltiner:

Anhaltiners zum Einsatz gekommen.

Zentrum der Sachsen-Anhaltiner-Warmblut-Zucht war das Gestüt Radegast unweit von Halle/Saale.

Schon im 18. Jahrhundert wurden in der Gegend Warmblüter gezüchtet. Sie konnten auf den weiten, fruchtbaren Böden der Region bestes Gras fressen und entwickelten sich dadurch sehr gut. Doch Justus von Liebig und seine bedeutende Erfindung, der Kunstdünger, beeinflussten die Landwirtschaft enorm. Denn nun konnte viel mehr angebaut und geerntet werden. Dafür brauchte man kräftige Warmblutpferde - und so wurde die Zucht von edlen Rössern auf schwere Arbeitspferde umgestellt.

Das Zuchtbuch für “Edle Warmblutpferde”, aus denen der Sachsen-Anhaltiner hervor gehen sollte, entstand erst wieder nach dem Zweiten Weltkrieg.

Mit dem Niedergang der Landwirtschaft wurden vermehrt sportliche Aspekte in den Vordergrund gerückt und die Reitpferde Zucht umgestellt.

In Sachsen-Anhalt war es vor allem ein Hengst, der die Zucht schon bald revolutionieren sollte. Der Schimmel Kolibri, der aus einem hannoverschen Stamm hervorgeht, aber alle ostdeutschen Zuchten beeinflusste. Auch Vollblüter wie Der Löwe xx und Julius Cäsar xx und einige Trakehner wurden von den Züchtern in Sachsen-Anhalt eingesetzt und bildeten ein modernes Sportpferd aus.
Ein Pferd, dass hoch im Blut steht und mit seinem athletischen Körperbau bestens geeignet ist vor allem für das Springen, aber auch für die Dressur.

Vom Pferdezuchtverband Sachsen-Anhalt aus finden mehrmals im Jahr Verkaufstage für sachsen-anhaltinische Sportpferde statt, auch Fohlen-Verkaufstage gibt es in jedem Herbst.

Nun darf man wirklich gespannt sein, wie viele Sachsen-Anhaltiner sich in Zukunft im Sport tummeln werden. Mit ihrem Kampfgeist und ihrem auf Leistung gezüchteten Charakter haben sie alle Anlagen dafür.

LANCASTER IN SEINER HEIMAT THEDINGHAUSEN

Alles über den Sachsen-Anhaltiner findet ihr hier:
http://www.pferdethema.de/?s=sachse

http://www.horse2buy.de/lexikon-der-pferderasse/sachsen-anhaltiner-warmblut.html

http://www.tierarten.net/pferde/warmblutrassen/sachsen-anhaltiner-warmblut.html



Zweibrücker - Immer für einen Erfolg gut
Sonntag, 11. Januar 2009, 17:50 Uhr
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Die Rasse des Zweibrückers ist nahezu unbekannt - außer unter Sportpferde-Experten. Denn sie wissen: Diese Pferderasse hat schon einige Erfolgspferde hervor gebracht. Und diese bestachen und bestechen immer durch Ehrgeiz und ganz besondere Leistungsbereitschaft.

Gegenwärtig ist der Wallach Le Mans der berühmteste Zweibrücker, der das Zepter der Rasse hochhält. Zunächst unter Markus Beerbaum, dann unter Meredith Michaels-Beerbaum konnte der Fuchs etliche große Erfolge verbuchen: So den Sieg im Großen Preis von Bayern 2007, den dritten Platz im Preis von Europa beim CHIO in Aachen, den zweiten und dritten Platz im Großen Preis von Donaueschingen 2007 und 2008, den 2. Platz im Championat von Arezzo sowie großartige Platzierungen in Weltcup-Springen.

Er ist der gegenwärtige Leistungsträger, doch berühmte Zweibrücker gab es schon vor ihm. So gehörte auch der Schimmel Apricot unter Hugo Simon dieser Rasse an. Er schaffte es sogar bis zur Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona.
Apricot stammte vom Gestüt Drachenhof. Dieses private Gestüt ist maßgeblich verantwortlich für die erfolgreiche Zucht von Zweibrückern. Denn mit dem belgischen Hengst Alexis Z baute es eine echte Spitzenpferde-Zucht auf.

 Der Zweibrücker stammt aus dem Zuchtgebiet Rheinland-Pfalz-Saar. Die Pferde werden 1,60 bis 1,70 Meter groß und kommen in allen Farben vor. Zuchtziel bei Zweibrückern ist immer ein charakterstarkes, rittiges und vielseitig einsetzbares Pferd, So sind Zweibrücker neben dem Springen auch für die Dressur gut geeignet.
Besagter Le Mans begann seine Sportkarriere sogar als Dressurpferd.

Die Geschichte des Zweibrückers wurde immer wieder durch Kriege bestimmt. Zuletzt war dies nach dem Zweiten Weltkrieg der Fall, als das Land Rheinland-Pfalz erst wirklich entstand und einen Zuchtverband bilden konnte. Zu diesem kam 1977 noch das Saarland als Zuchtverband hinzu. Im Pferdezentrum Standenbühl - das liegt in der Nähe von Kaiserslautern - finden heute Auktionen und Körungen sowie Stutenschauen des Zweibrücker-Verbandes statt.

Schon 1775 war das Gestüt Zweibrücken von Herzog Christian IV. gegründet worden. Er brachte das Englische Vollblut in die westdeutsche Reitpferde Zucht, denn er war ein großer Freund dieser schnellen Tiere und ließ es sich nicht nehmen, Jagden durch die heimischen Wälder zu unternehmen. Dabei galt sein Motto, dass nur gute Jagdpferde sich weiter vererben sollten.

Pferde, die sich bei Jagden schlecht zeigten, wurden kastriert.

So entstand der Zweibrücker als besonders leistungsstarke Pferderasse, die bald in ganz Europa bekannt wurde. Hengste aus Zweibrücken beeinflussten sogar die Trakehner-Zucht im 18. Jahrhundert.

Doch die Napoleonischen Kriege setzten auch Zweibrücken stark zu. Napoleon eroberte das Gebiet, ließ die Pferde zeitweilig nach Fontainebleau ausquartieren. Doch als die Pferde zurückkamen, schenkte Napoleon dem Gestüt zusätzlich den Hengst

Fayoum, einen Anglo-Araber Schimmel.

1890 übernahm Bayern das westdeutsche Gestüt und formulierte als Zuchtziel ein edles Reitpferd. Dies wurde allerdings nach dem Ersten Weltkrieg wieder revidiert, da eher Bedarf an starken Gebrauchspferden bestand, die in der Landwirtschaft etwas leisten konnten. So wurden Oldenburger, Normannen und Ostfriesen eingekreuzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schien es dann, als sollte der endgültige Niedergang der Zweibrücker-Warmblutpferde-Zucht folgen. 1960 gab es lediglich 23 Hengste und 235 Stuten. Und doch: Die Rasse erholte sich wieder. Zahlreiche private Züchter ergriffen die Initiative und veredelten die Pferde mit Trakehnern und später Hannoveranern. So war der Weg nicht mehr weit, dann war das Zweibrücker Sportpferd heutigen Typs entstanden.

Ein besonderes Pferd, das immer wieder auf den Parcours dieser Welt zu überzeugen weiß.

Hier findet ihr weitere Infos über diese interessante Pferderasse:
http://blog.trebeta.net/archives/65-Zweibruecker-Pferdetage.html

http://blog.trebeta.net/archives/67-Landgestuet-Zweibruecken.html

http://www.p-wie-pferd.de/2007/04/10/der-zweibrucker/

http://www.herbstzeit.de/nc/herbstzeit-regional/rheinland-pfalz/aktuelles-aus-rheinland-pfalz/article/goldener-zweibruecker-herbst-2008-ein-festival-der-pferdezucht/3144.html

 

 

LE MANS



Der Hesse - eine vielseitige deutsche Pferderasse
Sonntag, 11. Januar 2009, 17:43 Uhr
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Hessen sind eine der am wenigsten bekannten Warmblut-Pferderassen in Deutschland. Oft stehen sie hinten an wenn es auf Pferdemärkten an den Pferdekauf geht.

Das kann eigentlich erstaunen, denn das vielleicht berühmteste Pferd Deutschlands stammte aus dem hessischen Zuchtgebiet.
Von wem die Rede ist? Von der Stute Halla, die Hans-Günter Winkler unter anderem zu Doppelgold bei den Olympischen Spielen 1956 in Stockholm trug. Halla galt als sehr eigenwillig und nicht für jeden Reiter geeignet. So machte sie es auch Winklers Konkurrenten beim Pferdewechsel der Weltreiterspiele 1954 schwer - und gewann auch dort Gold.

Halla war eigentlich eine Mischung mit einem französischen Hengst als Vater und einer Traber-Stute als Mutter. Doch gebrannt wurde sie im Zuchtgebiet Hessen. Und so kann sich die Rasse und deren Züchter rühmen, einst die “Wunderstute hervorgebracht” zu haben.

Ziel der hessischen Züchter ist es, ein klassisches Warmblut-Pferd hervorzubringen.

Ein Pferd, dass sowohl für den Reitschulbetrieb geeignet ist, als auch im Sport gute Erfolge bringt. Das bewiesen nach Halla auch weitere Hessen, auch wenn die Rasse im Hochleistungssport seltener als andere zu finden ist. Ferdinand unter Helena Weinberg war ein weiteres hessisches Pferd, dass bis zu seinem frühen Tod für Furore sorgte.

Die hessischen Züchter begannen nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Zucht eines edlen Warmblüters. Als Basis hierfür nutzten sie zunächst Oldenburger, danach auch zunehmend Vollblüter Trakehner und Hannoveraner.

Mitte der 70er Jahre hatte sich eine solide Sportpferde-Zucht innerhalb Hessens entwickelt.

Landgestüt in Hessen ist Dillenburg, das heute weltweit bekannt ist. Ein weiteres Zentrum der Hessen-Zucht befindet sich in Alsfeld, unweit des Vogelsberg in der Rhön.

In Alsfeld finden auch in der bekannten Hessenhalle Auktionen und Hengstkörungen statt. Auch Veranstaltungen rund um die hessische Pferderasse werden dort das ganze Jahr über abgehalten.

Auch ein Fohlenverkaufstag für einige Elite-Fohlen aus der hessischen Zucht steht Jahr für Jahr an.

Hessen sind vom Stockmaß her etwa 1,65 bis 1,75 Meter groß. Sie haben also die klassischen Sportpferdemaße.

Farblich kommen bei dieser Großpferderasse alle Schattierungen vor: Schimmel, Rappen, Braune und Füchse besonders.

Vor allem in Dressur und Springen feiert das charakterstarke und ehrgeizige Pferd mit dem perfekten Sportpferde-Exterieur schöne Erfolge.

Infos über die Pferderasse:
http://www.st-georg.de/news/detail.php?class=6&objectID=3691

http://www.spikeskleinewelt.de/Merlin.html

http://www.pferdeinfos.com/h-n/hessisches-warmblut.html