Der Palomino - Rasse oder Farbe ?
Freitag, 10. April 2009, 11:23 Uhr
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Schönheiten sind sie ohne Zweifel, diese Palominos. Ihr cremefarbenes Fell scheint vor allem in der Sonne wunderbar golden zu glänzen. Diesen Anblick schätzen die Freunde dieser Pferde. Doch immer wieder gibt es einen Streitpunkt: Sind die Palominos, die aus den USA stammen, eine eigene Pferderasse oder nur eine Farbgebung?

Man kann soviel vorweg sagen: Der Palomino iaht ein Zuchtbuch, ist also eigentlich eine Rasse. Denn die Palomino Horse Association wurde 1936 in den Vereinigten Staaten von Amerika offiziell begründet. Als erklärtes Ziel gab sie heraus, die Rasse des Palominos erhalten und verbessern zu wollen.

Allerdings ist Palomino auch eine eigene Farbgebung. Und zwar eine, die weit zurück reicht in der Geschichte des Pferdes. Denn schon um 200 vor Christus gab es in China Pferde mit dieser Farbe, was aus etlichen Zeugnissen der chinesischen Kunst hervorgeht.

Aber auch auf Malereien dieser Zeit in Europa geht hervor, dass es Palominos gab. Besonders in Spanien waren sie sehr häufig.
Und genau so kamen die Pferde wohl auch nach Amerika. Wieder einmal waren es die Eroberer, die ihre Tiere, also auch Palominos mitbrachten, und so in der “Neuen Welt” etablierten. Aus Spanien stammt auch die andere Bezeichnung der Palomino-Farbe, nämlich isabell - benannt nach einer spanischen Königin.

Die offizielle Palomino Association gab im 20. Jahrhunderts dann erstmals auch Standards für die Rasse des Palominos heraus. So soll er eine Größe zwischen 1,41 Metern und 1,60 Metern haben. Deshalb sind sie auch - ebenso wie Quarter Horses - sehr gut für das Westernreiten geeignet. Immer wieder begegnet man dort Palominos. Diese bringen neben dem Können fürs Reining und die anderen Disziplinen auch noch eine besondere Schönheit mit sich.

Zur Kreuzung für das perfekte Palomino-Pferd wurden auch schon Vollblutaraber eingesetzt, um es zu veredeln.

Beim Fell gibt es für die Rasse des Palominos spezielle Standards. Das goldene Fell an sich ist natürlich wichtig, aber auch dass Mähne und Schweif weiß sein müssen und nicht mehr als 15 % dunkle Haare enthalten dürfen.

Auch darf das Fell keinerlei dunkle Punkte haben.

Nur unterhalb des Sprunggelenks darf der Palomino weiße Abzeichen an den Beinen haben. Die Knochen am Bein sollen kräftig und fest sein. Am Kopf sind Blesse, Schnippe und Stern zugelassen. Die Mähne ist meist ebenso wie der Schweif etwas länger.

Die Augen des Palominos sind oft besonders groß und ausdrucksstark.

Um in das Palomino Zuchtbuch eingetragen zu werden, muss das Pferd einen Palomino unter den Vorfahren haben. Der andere Elternteil muss entweder Araber, Vollblut oder Quarter Horse sein.

Die Farbe Isabell oder Palomino kann jedoch in vielen Rassen vorkommen. Zum Beispiel sind auch die palominofarbenen Deutschen Reitponys bekannt, die allesamt einer gemeinsamen Zuchlinie angehören.

Mehr über diese interessanten Pferde findet ihr hier:

http://www.equinenow.com/horse-ad-159743

http://www.equinenow.com/horse-ad-165850

http://www.mahalo.com/Palomino_Horse

http://activerain.com/blogsview/437311/Beautiful-palomino-horse-eats-his-hay-like-I-eat-my-Oreos

http://www.othersideofnewyork.com/?p=190

http://www.encyclopedia.com/topic/palomino_horse.aspx

 



Falabella - die kleinste aller Pferderassen
Freitag, 10. April 2009, 11:06 Uhr
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Vor einiger Zeit ging ihr Name durch die Medien. Sie wurde behandelt wie ein echter Star: Thumbelina, das kleinste Pferd der Welt.

Der Winzling kam in den USA zur Welt und maß nur etwa 60 Zentimeter.

Die Stute gehört zur Rasse Falabella, eine recht neue Züchtung, die ganz dem Trend nach immer kleineren Haustieren im 20. Jahrhundert entsprechen sollte.

Falabellas dürfen zwar nicht größer sein als 76 Zentimeter. So schreibt es die Rasseordnung vor. Aber dennoch sind es ganz normale Pferde. Sie brauchen einen Stall wie jedes Großpferd auch. Sie brauchen eine artgerechte Haltung, die sie mit Artgenossen zusammenbringt.

Vor allem in den USA wird dies leider immer wieder vergessen. Dort leben viele Falabellas wie Hunde oder Katzen als Haustiere. Sie werden dort verhätschelt, erleben jedoch kein normales Pferdeleben.

Was noch nicht einmal so schlimm wäre… Doch dramatisch wird es, wenn diese Hauspferde dann auch noch wie ein altes Stofftier ausgemustert werden und dasselbe Schicksal erleiden wie es auch viele Hunde und Katzen in Deutschland haben.

In Ausnahmefällen kann ein solches Hauspferd, sei es ein Falabella oder ein winziges Shetland Pony, dennoch etwas Positives haben. Als Blindenpferde können sie sehbehinderten Menschen helfen.

Doch zurück zum Falabella Pony.

Benannt ist es nach einer Familie in Argentinien, die verschiene Miniaturtiere züchtete. Ihre Farm Recreo de Roca liegt nahe der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

Das Falabella Pferd hat eigentlich gar keine Pony- sondern nur Pferdemerkmale. Das beweist deutlich sein Körperbau. Es hat die langen Linien eines Pferdes, nur eben “mini”. Es hat nicht die Härte des typischen Ponys. Zum Beispiel nicht die Felldichte oder die festen Hufe. Daher hat es keine so kräftige Konstitution und eignet sich eher nicht für völlige Offenstallhaltung.

Die Knochensubstanz ist eher Großpferdeartig. Nicht so fest wie bei Ponys.

 

Die Züchter versuchen dies zwar zu verhindern, doch ganz wird es vermutlich nie gelingen.

Dafür hat das Falabella ein viel edleres Aussehen als das typische kleine Pony. Dies spiegelt vor allem auch sein Gesicht wider. Ähnlich einem Shetland-Pony, aber feiner.

Das Falabella kommt übrigens in allen Farben vor, auch Schecken und Tigerschecken.

Miniaturpferde gab es übrigens schon immer. Über die Jahrhunderte fand man vor allem an Königs- und Fürstenhöfen immer wieder besonders kleine Züchtungen.

Das Falabella entstand aus einem Shetland Pony und einem kleinen Vollblüter. Durch stetige Weiterzüchtung wurde seine Größe immer geringer bis es zum heutigen Zwerg geschrumpft war.

Konsequente Inzucht von immer kleineren Tieren sorgte dafür. Sie brachte allerdings auch mit sich, dass das Tier nicht die besten Knochen hat und relativ krankheitsanfällig ist.

Falabellas können nicht geritten werden, allenfalls als Kutschpferdchen sind sie geeignet. Aber die Härte anderer Ponys fehlt.

So werden sie wohl immer eine Art lebendige Kuscheltiere für viele Menschen bleiben. Vor allem in ihren heutigen Hauptzuchtgebieten: den USA und Großbritannien.

Mehr Infos über Falabellas findet ihr in folgenden Blogs:

http://www.pferdethema.de/2007/03/16/falabella/

http://simplymarvelous.wordpress.com/2007/06/12/tiny-foal-steals-limelight-from-draft-horses/

http://www.heimtierheim.de/Gattung/information/horse/Falabella-Pony/index.html

http://www.gutefrage.net/frage/falabella-pony

http://www.youpet.com/horse/falabella-pony/