Der Suffolk Punch - ein liebenswerter Arbeiter
Eine der bekanntesten englischen Kaltblutrassen ist neben dem Shire Horse und dem Clydesdale der Suffolk Punch.
Benannt wurde er nah der Landschaft Suffolk, aus welcher er ursprünglich stammt.
Suffolk Punches sind die älteste der schweren englischen Pferderassen.
Sie wurden wohl schon im Mittelalter genutzt. Ab dem 16. Jahrhundert finden sich erste konkrete Spuren der Pferderasse. Die Roadster-Kutschpferde waren wohl ebenso an der Entstehung der Suffolk Punches beteiligt wie auch Stuten aus Flandern, die eine besonders hohe Trabveranlagung hatten.
Sie gaben dem Suffolk Punch wohl auch die typische Fuchsfarbe.
In der Landwirtschaft und vor der Kutsche fand der Suffolk Punch schon bald sein Einsatzgebiet. Dabei war vor allem auch die Freundlichkeit der Pferde von hoher Bedeutung. Kaum eine Rasse hat einen ausgeglicheneren Charakter. Und Suffolk Punches sind dazu noch sehr frühreif und langlebig.
Also das ideale Pferd für die englischen Bauern des 18. und 19. Jahrhunderts, die Pferde für die harte Feldarbeit brauchten.
Ein für sie vorteilhafter Nebeneffekt der Suffolk Punches war auch, dass diese Pferde relativ wenig Futter benötigen. Auf den kargen Weiden von East Anglia waren sie absolut zufrieden.
Sie konnten ohne Unterbrechung von Morgens bis Nahmittags arbeiten ohne noch einmal etwas zu fressen zu bekommen, wenn sie in der Früh gefüttert wurden.
Heute führen Suffolk Punches ein geruhsameres Leben. Sie sind meist auf Veranstaltungen als Kutschpferde im Einsatz. Auch im normalen Kutschbetrieb für Urlauber finden sie einen “Arbeitsplatz”. Außerdem werden sie oft als Holzrückepferde eingesetzt.
Suffolk Punches gehören zu den mittelgroßen Kaltblutrassen. Sie messen etwa 160 - 1,70 Meter. Charakteristisch ist ihre besonders kräftige Hinterhand. Der Schweif des Suffolk Punches ist extrem lang und wird deshalb eist eingeflochten und nach oben gebunden.
Suffolk Punhes sind sehr tief gebaut und haben einen besonders runden Rumpf.
Die Beine sind recht kurz, so dass der Suffolk Punch insgesamt sehr rund wirkt und als eine der kompaktesten - und schönsten - Kaltblutrassen angesehen wird.
Der Kopf ist sehr groß und hat entweder eine gerade oder die Rasnasen-Form. Die Stirn ist äußerst breit.
Suffolk Punches sind ausnahmslos fuchsfarben, wobei es viele helle und dunkle Abstufungen gibt.
Mehr über Suffolk Punches:
http://www.pferdethema.de/2007/03/19/suffolk-punch/
http://www.tiere-rassen.de/pferde/kaltblut-pferde/suffolk/
http://www.horse2buy.de/lexikon-der-pferderasse/suffolk-punch.html
http://www.pferde-rassen.de/rassen/s/SuffolkPunch.htm
Der Percheron - das elegante Kaltblut
2,10 Meter maß Dr. Le Gear - und er war ein Percheron. Als größtes Pferd überhaupt wurde er einst gefeiert. Diese Ehre kommt demnach der Kaltblut-Rasse aus Frankreich zu, die im Durchschnitt allerdings 1,70 Meter groß wird. Bis 1,75 Meter geht es manchmal auch hinauf und Stuten werden manches al nur 1,65 groß.
Den meisten sind Percherons als imposante Schimmel vor Kutschen oder Brauereiwagen bekannt. Allerdings kann es den Percheron in fast allen Farben geben. So sind neben Schimmeln auch Graue und Rappen recht häufig. Füchse und Braune gibt es ebenfalls.
Der Körperbau des Percheron ist breit. Das Pferd hat eine tiefe Brust, eher kurze Beine, die sehr stark und muskulös sind.
Besonders stark bemuskelt ist die Hinterhand des Percheron. Sie ist eher lang und schräg angestellt.
Das Pferd hat harte, dunkle Hufe, die keinerlei Kötenbehang haben.
Schweif und Mähne des Percheron sind sehr dicht, so dass der Schweif vor der Kutsche hoch gebunden wird. Die Mähne lässt man lang wachsen, sie ist ein Markenzeichen der Pferde.
Ebenso auch der für eine Kaltblut-Rasse ungewöhnlich feine Kopf. Der Kopf ist gerade und recht lang. Besonders besticht der Percheron durch seine aufmerksamen und intelligenten Augen.
Besonders sind die Menschen begeistert durch die freien, schwingenden Gänge des Percherons. Es ist eine der elegantesten Kaltblut-Rassen. Hauptgestüt der Percheron-Zucht war und ist heute noch Le Pin in der Normandie. Das Gestüt ist berühmt für seine Percheron-Hengste.
Jedoch geht die Geschichte des Percherons viel weiter zurück als die Geschichte dieses Gestüts. Die Vorfahren der Pferde sollen bereits unter Karl Martell in der Schlacht von Poitiers unterwegs gewesen sein. Sicherlich wurden aber die schweren normannischen Kaltblüter während der Kreuzzüge mit orientalischen Rassen wie dem Araber und Berber gekreuzt, so dass eine solch elegante Kaltblut-Rasse wie der Percheron entstehen konnte.
Godolphin und Gallipoly waren zwei Araber, welche die Zucht im 18. Jahrhundert und 19. Jahrhundert beherrschten. Aus letzterem stammte ein Stammvater der modernen Percheron-Zucht, Jean Le Blanc, ab.
Sowohl in Schlachten als auch als Arbeitstiere wurden Percherons von den Frranzosen stets geschätzt. So konnte die Rasse bis in die heutige Zeit überleben. Nun wird sie zwar nicht mehr für solch große Arbeitseinsätze benötigt, aber die Kaltblut-Liebhaber unter den französischen Reitern und Pferdefreunden würden ihre Percherons niemals missen wollen.
Mehr zum Percheron findet ihr hier:
http://eventing-draft.blogspot.com/2009/05/how-do-you-know.html
(sehr beeindruckend!)
http://eventing-draft.blogspot.com/2009/05/jumpity-jump-jump.html
http://eventing-draft.blogspot.com/2009/04/soloist.html
http://percheron-international.blogspot.com/2009/05/vulcain-au-paradis-ou-en-enfer.html
http://percheron-international.blogspot.com/2009/05/dans-la-tradition.html
http://percheron-international.blogspot.com/2009/05/des-percherons-pour-la-slovaquie.html
http://www.foreverredwood.com/blog/tag/percheron-horses/