Der Suffolk Punch - ein liebenswerter Arbeiter
Samstag, 9. Mai 2009, 10:39 Uhr
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Eine der bekanntesten englischen Kaltblutrassen ist neben dem Shire Horse und dem Clydesdale der Suffolk Punch.

Benannt wurde er nah der Landschaft Suffolk, aus welcher er ursprünglich stammt.
Suffolk Punches sind die älteste der schweren englischen Pferderassen.

Sie wurden wohl schon im Mittelalter genutzt. Ab dem 16. Jahrhundert finden sich erste konkrete Spuren der Pferderasse. Die Roadster-Kutschpferde waren wohl ebenso an der Entstehung der Suffolk Punches beteiligt wie auch Stuten aus Flandern, die eine besonders hohe Trabveranlagung hatten.

Sie gaben dem Suffolk Punch wohl auch die typische Fuchsfarbe.
In der Landwirtschaft und vor der Kutsche fand der Suffolk Punch schon bald sein Einsatzgebiet. Dabei war vor allem auch die Freundlichkeit der Pferde von hoher Bedeutung. Kaum eine Rasse hat einen ausgeglicheneren Charakter. Und Suffolk Punches sind dazu noch sehr frühreif und langlebig.
Also das ideale Pferd für die englischen Bauern des 18. und 19. Jahrhunderts, die Pferde für die harte Feldarbeit brauchten.

Ein für sie vorteilhafter Nebeneffekt der Suffolk Punches war auch, dass diese Pferde relativ wenig Futter benötigen. Auf den kargen Weiden von East Anglia waren sie absolut zufrieden.

Sie konnten ohne Unterbrechung von Morgens bis Nahmittags arbeiten ohne noch einmal etwas zu fressen zu bekommen, wenn sie in der Früh gefüttert wurden.

Heute führen Suffolk Punches ein geruhsameres Leben. Sie sind meist auf Veranstaltungen als Kutschpferde im Einsatz. Auch im normalen Kutschbetrieb für Urlauber finden sie einen “Arbeitsplatz”. Außerdem werden sie oft als Holzrückepferde eingesetzt.

Suffolk Punches gehören zu den mittelgroßen Kaltblutrassen. Sie messen etwa 160 - 1,70 Meter. Charakteristisch ist ihre besonders kräftige Hinterhand. Der Schweif des Suffolk Punches ist extrem lang und wird deshalb eist eingeflochten und nach oben gebunden.

Suffolk Punhes sind sehr tief gebaut und haben einen besonders runden Rumpf.

Die Beine sind recht kurz, so dass der Suffolk Punch insgesamt sehr rund wirkt und als eine der kompaktesten - und schönsten - Kaltblutrassen angesehen wird.

Der Kopf ist sehr groß und hat entweder eine gerade oder die Rasnasen-Form. Die Stirn ist äußerst breit.

Suffolk Punches sind ausnahmslos fuchsfarben, wobei es viele helle und dunkle Abstufungen gibt.

Mehr über Suffolk Punches:

http://www.pferdethema.de/2007/03/19/suffolk-punch/

http://www.tiere-rassen.de/pferde/kaltblut-pferde/suffolk/

http://www.horse2buy.de/lexikon-der-pferderasse/suffolk-punch.html

http://www.pferde-rassen.de/rassen/s/SuffolkPunch.htm

 



Der Percheron - das elegante Kaltblut
Samstag, 9. Mai 2009, 10:31 Uhr
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2,10 Meter maß Dr. Le Gear - und er war ein Percheron. Als größtes Pferd überhaupt wurde er einst gefeiert. Diese Ehre kommt demnach der Kaltblut-Rasse aus Frankreich zu, die im Durchschnitt allerdings 1,70 Meter groß wird. Bis 1,75 Meter geht es manchmal auch hinauf und Stuten werden manches al nur 1,65 groß.

Den meisten sind Percherons als imposante Schimmel vor Kutschen oder Brauereiwagen bekannt. Allerdings kann es den Percheron in fast allen Farben geben. So sind neben Schimmeln auch Graue und Rappen recht häufig. Füchse und Braune gibt es ebenfalls.

Der Körperbau des Percheron ist breit. Das Pferd hat eine tiefe Brust, eher kurze Beine, die sehr stark und muskulös sind.

Besonders stark bemuskelt ist die Hinterhand des Percheron. Sie ist eher lang und schräg angestellt.

Das Pferd hat harte, dunkle Hufe, die keinerlei Kötenbehang haben.

Schweif und Mähne des Percheron sind sehr dicht, so dass der Schweif vor der Kutsche hoch gebunden wird. Die Mähne lässt man lang wachsen, sie ist ein Markenzeichen der Pferde.

Ebenso auch der für eine Kaltblut-Rasse ungewöhnlich feine Kopf. Der Kopf ist gerade und recht lang. Besonders besticht der Percheron durch seine aufmerksamen und intelligenten Augen.

Besonders sind die Menschen begeistert durch die freien, schwingenden Gänge des Percherons. Es ist eine der elegantesten Kaltblut-Rassen. Hauptgestüt der Percheron-Zucht war und ist heute noch Le Pin in der Normandie. Das Gestüt ist berühmt für seine Percheron-Hengste.

Jedoch geht die Geschichte des Percherons viel weiter zurück als die Geschichte dieses Gestüts. Die Vorfahren der Pferde sollen bereits unter Karl Martell in der Schlacht von Poitiers unterwegs gewesen sein. Sicherlich wurden aber die schweren normannischen Kaltblüter während der Kreuzzüge mit orientalischen Rassen wie dem Araber und Berber gekreuzt, so dass eine solch elegante Kaltblut-Rasse wie der Percheron entstehen konnte.

Godolphin und Gallipoly waren zwei Araber, welche die Zucht im 18. Jahrhundert und 19. Jahrhundert beherrschten. Aus letzterem stammte ein Stammvater der modernen Percheron-Zucht, Jean Le Blanc, ab.

Sowohl in Schlachten als auch als Arbeitstiere wurden Percherons von den Frranzosen stets geschätzt. So konnte die Rasse bis in die heutige Zeit überleben. Nun wird sie zwar nicht mehr für solch große Arbeitseinsätze benötigt, aber die Kaltblut-Liebhaber unter den französischen Reitern und Pferdefreunden würden ihre Percherons niemals missen wollen.

Mehr zum Percheron findet ihr hier:

http://eventing-draft.blogspot.com/2009/05/how-do-you-know.html

(sehr beeindruckend!)

http://eventing-draft.blogspot.com/2009/05/jumpity-jump-jump.html

http://eventing-draft.blogspot.com/2009/04/soloist.html

http://percheron-international.blogspot.com/2009/05/vulcain-au-paradis-ou-en-enfer.html

http://percheron-international.blogspot.com/2009/05/dans-la-tradition.html

http://percheron-international.blogspot.com/2009/05/des-percherons-pour-la-slovaquie.html

http://www.foreverredwood.com/blog/tag/percheron-horses/

 



Der Palomino - Rasse oder Farbe ?
Freitag, 10. April 2009, 11:23 Uhr
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Schönheiten sind sie ohne Zweifel, diese Palominos. Ihr cremefarbenes Fell scheint vor allem in der Sonne wunderbar golden zu glänzen. Diesen Anblick schätzen die Freunde dieser Pferde. Doch immer wieder gibt es einen Streitpunkt: Sind die Palominos, die aus den USA stammen, eine eigene Pferderasse oder nur eine Farbgebung?

Man kann soviel vorweg sagen: Der Palomino iaht ein Zuchtbuch, ist also eigentlich eine Rasse. Denn die Palomino Horse Association wurde 1936 in den Vereinigten Staaten von Amerika offiziell begründet. Als erklärtes Ziel gab sie heraus, die Rasse des Palominos erhalten und verbessern zu wollen.

Allerdings ist Palomino auch eine eigene Farbgebung. Und zwar eine, die weit zurück reicht in der Geschichte des Pferdes. Denn schon um 200 vor Christus gab es in China Pferde mit dieser Farbe, was aus etlichen Zeugnissen der chinesischen Kunst hervorgeht.

Aber auch auf Malereien dieser Zeit in Europa geht hervor, dass es Palominos gab. Besonders in Spanien waren sie sehr häufig.
Und genau so kamen die Pferde wohl auch nach Amerika. Wieder einmal waren es die Eroberer, die ihre Tiere, also auch Palominos mitbrachten, und so in der “Neuen Welt” etablierten. Aus Spanien stammt auch die andere Bezeichnung der Palomino-Farbe, nämlich isabell - benannt nach einer spanischen Königin.

Die offizielle Palomino Association gab im 20. Jahrhunderts dann erstmals auch Standards für die Rasse des Palominos heraus. So soll er eine Größe zwischen 1,41 Metern und 1,60 Metern haben. Deshalb sind sie auch - ebenso wie Quarter Horses - sehr gut für das Westernreiten geeignet. Immer wieder begegnet man dort Palominos. Diese bringen neben dem Können fürs Reining und die anderen Disziplinen auch noch eine besondere Schönheit mit sich.

Zur Kreuzung für das perfekte Palomino-Pferd wurden auch schon Vollblutaraber eingesetzt, um es zu veredeln.

Beim Fell gibt es für die Rasse des Palominos spezielle Standards. Das goldene Fell an sich ist natürlich wichtig, aber auch dass Mähne und Schweif weiß sein müssen und nicht mehr als 15 % dunkle Haare enthalten dürfen.

Auch darf das Fell keinerlei dunkle Punkte haben.

Nur unterhalb des Sprunggelenks darf der Palomino weiße Abzeichen an den Beinen haben. Die Knochen am Bein sollen kräftig und fest sein. Am Kopf sind Blesse, Schnippe und Stern zugelassen. Die Mähne ist meist ebenso wie der Schweif etwas länger.

Die Augen des Palominos sind oft besonders groß und ausdrucksstark.

Um in das Palomino Zuchtbuch eingetragen zu werden, muss das Pferd einen Palomino unter den Vorfahren haben. Der andere Elternteil muss entweder Araber, Vollblut oder Quarter Horse sein.

Die Farbe Isabell oder Palomino kann jedoch in vielen Rassen vorkommen. Zum Beispiel sind auch die palominofarbenen Deutschen Reitponys bekannt, die allesamt einer gemeinsamen Zuchlinie angehören.

Mehr über diese interessanten Pferde findet ihr hier:

http://www.equinenow.com/horse-ad-159743

http://www.equinenow.com/horse-ad-165850

http://www.mahalo.com/Palomino_Horse

http://activerain.com/blogsview/437311/Beautiful-palomino-horse-eats-his-hay-like-I-eat-my-Oreos

http://www.othersideofnewyork.com/?p=190

http://www.encyclopedia.com/topic/palomino_horse.aspx

 



Falabella - die kleinste aller Pferderassen
Freitag, 10. April 2009, 11:06 Uhr
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Vor einiger Zeit ging ihr Name durch die Medien. Sie wurde behandelt wie ein echter Star: Thumbelina, das kleinste Pferd der Welt.

Der Winzling kam in den USA zur Welt und maß nur etwa 60 Zentimeter.

Die Stute gehört zur Rasse Falabella, eine recht neue Züchtung, die ganz dem Trend nach immer kleineren Haustieren im 20. Jahrhundert entsprechen sollte.

Falabellas dürfen zwar nicht größer sein als 76 Zentimeter. So schreibt es die Rasseordnung vor. Aber dennoch sind es ganz normale Pferde. Sie brauchen einen Stall wie jedes Großpferd auch. Sie brauchen eine artgerechte Haltung, die sie mit Artgenossen zusammenbringt.

Vor allem in den USA wird dies leider immer wieder vergessen. Dort leben viele Falabellas wie Hunde oder Katzen als Haustiere. Sie werden dort verhätschelt, erleben jedoch kein normales Pferdeleben.

Was noch nicht einmal so schlimm wäre… Doch dramatisch wird es, wenn diese Hauspferde dann auch noch wie ein altes Stofftier ausgemustert werden und dasselbe Schicksal erleiden wie es auch viele Hunde und Katzen in Deutschland haben.

In Ausnahmefällen kann ein solches Hauspferd, sei es ein Falabella oder ein winziges Shetland Pony, dennoch etwas Positives haben. Als Blindenpferde können sie sehbehinderten Menschen helfen.

Doch zurück zum Falabella Pony.

Benannt ist es nach einer Familie in Argentinien, die verschiene Miniaturtiere züchtete. Ihre Farm Recreo de Roca liegt nahe der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

Das Falabella Pferd hat eigentlich gar keine Pony- sondern nur Pferdemerkmale. Das beweist deutlich sein Körperbau. Es hat die langen Linien eines Pferdes, nur eben “mini”. Es hat nicht die Härte des typischen Ponys. Zum Beispiel nicht die Felldichte oder die festen Hufe. Daher hat es keine so kräftige Konstitution und eignet sich eher nicht für völlige Offenstallhaltung.

Die Knochensubstanz ist eher Großpferdeartig. Nicht so fest wie bei Ponys.

 

Die Züchter versuchen dies zwar zu verhindern, doch ganz wird es vermutlich nie gelingen.

Dafür hat das Falabella ein viel edleres Aussehen als das typische kleine Pony. Dies spiegelt vor allem auch sein Gesicht wider. Ähnlich einem Shetland-Pony, aber feiner.

Das Falabella kommt übrigens in allen Farben vor, auch Schecken und Tigerschecken.

Miniaturpferde gab es übrigens schon immer. Über die Jahrhunderte fand man vor allem an Königs- und Fürstenhöfen immer wieder besonders kleine Züchtungen.

Das Falabella entstand aus einem Shetland Pony und einem kleinen Vollblüter. Durch stetige Weiterzüchtung wurde seine Größe immer geringer bis es zum heutigen Zwerg geschrumpft war.

Konsequente Inzucht von immer kleineren Tieren sorgte dafür. Sie brachte allerdings auch mit sich, dass das Tier nicht die besten Knochen hat und relativ krankheitsanfällig ist.

Falabellas können nicht geritten werden, allenfalls als Kutschpferdchen sind sie geeignet. Aber die Härte anderer Ponys fehlt.

So werden sie wohl immer eine Art lebendige Kuscheltiere für viele Menschen bleiben. Vor allem in ihren heutigen Hauptzuchtgebieten: den USA und Großbritannien.

Mehr Infos über Falabellas findet ihr in folgenden Blogs:

http://www.pferdethema.de/2007/03/16/falabella/

http://simplymarvelous.wordpress.com/2007/06/12/tiny-foal-steals-limelight-from-draft-horses/

http://www.heimtierheim.de/Gattung/information/horse/Falabella-Pony/index.html

http://www.gutefrage.net/frage/falabella-pony

http://www.youpet.com/horse/falabella-pony/



Zucht - Der richtige Hengst
Sonntag, 15. März 2009, 14:41 Uhr
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Zucht ist eine Wissenschaft für sich - soviel ist klar.

Doch wer erst einmal eine Züchterlizenz erlangt hat und einen Zuchtverband fand, der möchte auch anfangen mit dieser komplizierten Aufgabe.

Die meisten heutigen Züchter sind in Familien hinein gewachsen, die eine Zucht betreiben. Aber es gibt auch immer wieder Neueinsteiger, die sich mit großer Leidenschaft aufs Züchten konzentrieren.
Wie findet man also den richtigen Hengst?

Zunächst einmal geht es darum, zu wissen, was für ein Pferd man züchten möchte. Geht es nur darum, von der eigenen Pony- oder Großpferdestute ein Fohlen zu bekommen, das als Reitpferd in der Familie bleiben soll, dann ist es natürlich eine persönliche Frage, welchen Hengst man wählt. Das kann das Pferd eines Bekannten sein, das vielleicht sogar noch im Natursprung deckt. Oder man wählt aus den zahllosen Hengstkatalogen einen geeigneten Vererber aus. Die Samen dieser Hengste gibt es in allen Preiskategorien. Noch muss der Preis hier nicht ins Unendliche gehen.

Doch wenn man für die Stute einen bekannten Vererber möchte - entweder um mit dem Fohlen im Sport erfolgreich zu sein oder um das Fohlen mit Gewinn zu verkaufen - dann ist für viele das Beste nur gut genug.
Immer wieder gibt es dabei Modehengste, die alle Züchter wollen und deren Preis dementsprechend in die Höhe schnellt. Auch hier herrschen die ganz normalen Marktbedingungen.
Es muss aber nicht immer der Mode- oder Starhengst sein, um einen Star zu züchten.

Das beweisen die heutigen Starpferde im Parcours und Dressurviereck immer wieder.

Zum Beispiel Shutterfly. Sein Vater Silvio ist zwar durchaus bekannt, war aber nie der absolute Star. Erst nachdem Shutterfly den Parcours eroberte, wurden weitere Silvio-Söhne beliebt, die heute teilweise recht gut im Youngster-Cup starten.

Oder Satchmo, dessen Vater Sao Paulo keine weiteren bekannten Pferde im Dressurviereck gezeugt hat.

Sie sind zwei absolute Stars, die allerdings nicht aus den allerbesten Hengsten gezeugt wurden.

Zum richtige Zuchthengst kann keine pauschale Meinung abgegeben werden. Es gibt auch kein Konzept, das immer klappt. Selbst aus dem größten Starhengst muss nicht immer ein sehr gutes Fohlen abstammen.

Ich habe zum Beispiel auch gehört, dass der Hengst Just Do It, einst unter Meredith Michaels-Beerbaum hocherfolgreich im Parcours unterwegs, bei Züchtern nicht sonderlich beliebt ist, seine Fohlen aber dann bei Fohlen- und Leistungsschauen begeistern. Wer weiß, ob sich nicht mehr Züchter den noch eher günstigen Samen dieses Hengstes sichern sollten.

Im Hengstbuch I finden sich nur gekörte Hengste mit Abstammungsnachweis, im Hengstbuch II allerdings auch nicht gekörte Hengste. Das wissen bei weitem nicht alle Züchter und so nehmen viele Neu-Züchter aus Kostengründen besonders billige Hengste, die jedoch niemals gekört wurden. Was bei einem solchen Zuchtprodukt heraus kommt, ist dann leider alles andere als sicher.

Es kommt allerdings oft nicht darauf an, unbedingt einen Springhengst für die Springpferdezucht einzusetzen. So sind Shutterfly und Satchmo direkt verwandt. Und auch eine Halbschwester von Shutterfly, Falada, war im Dressurviereck unter der Französin Karin Tebar hoch erfolgreich.

Das Dressurpferd Elvis ist dagegen über den Vater Esprit mit Springpferd ET verwandt.

Manche Hengstlinien sind heute fast verloren, andere entstehen nach einigen Jahren fast wieder neu. So zum Beispiel die Springpferdelinie des Senator, die brach lag, bis Stakkato kam. Stakkato, Bundeschampion und hoch erfolgreich im Parcours unter Eva Bitter.

Alle Faktoren der Zucht kann man kaum beleuchten. Man muss sich in die Materie einlesen, sich auf viele verschiedene Faktoren konzentrieren und dann versuchen, die persönlich richtige Entscheidung zu fällen. Einfach ist die Zucht sicher nicht.

 

Blogs rund um Hengste, den Stars unter ihnen und auch Modehengste findet ihr hier:

http://www.reitwelten.de/2009/04/02/fuerst-nymphenburg-mit-herausragendem-ersten-fohlenjahrgang

http://www.reitwelten.de/2009/03/29/marbacher-landbeschaeler-siegertypen-2009-auf-dvd-und-im-internet

http://www.reitwelten.de/2009/03/05/gestuet-birkhof-familie-casper-donzdorf-deckhengst-con-spirito

http://www.pferderennen-iffezheim.de/

http://www.pferderennen-iffezheim.de/waky-nao

(speziell über Vollbut Hengste)



Zucht - Wie findet man die richtige Stute?
Sonntag, 15. März 2009, 14:39 Uhr
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Für viele Neu-Züchter ist das Züchten mit der eigenen Stute eine Herzensangelegenheit. Ein Fohlen von der eigenen Stute, die seit Jahren “in der Familie” lebt, ist manchmal ein lang gehegter Traum.

 

Andere Züchter suchen eine geeignete Stute für die Zucht. Worauf müssen sie dabei achten?

60 % der Anlagen bekommt ein Fohlen von der Mutter - so lautet eine Regel. Diese ist mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen worden.

So sollte nicht mit jeder “Familienstute” gezüchtet werden. Man sollte auch darauf achten, dass das Pferd die Qualität dazu hat. Einem älteren, vielleicht auch leicht erkrankten Pferd tut man damit keinen Gefallen.

Dann sollte lieber eine neue Zuchtstute gekauft werden.

Als Neu-Züchter sollte man dabei vielleicht auf einen der bewährten Stutenstämme zurück greifen - das macht einiges einfacher.

Wer eine Zuchtstute sucht, der sollte zu Allererst Verkaufsanzeigen studieren. Denn dort finden sich meist schon sehr gute Pferde - manchmal auch ziemlich versteckt. Großes Wissen in diesem Bereich zahlt sich dabei aus. Wer sich mit Zuchtlinien und guten Stutenstämmen auskennt, der wird so manches Schnäppchen entdecken, das vielleicht ein anderer unbeachtet ließ. Auch bei erfahrenen Züchtern kann hier nachgefragt werden. Viele erteilen gerne Auskunft.

Aber mehr Wissen bedeutet in der Zucht immer mehr Erfolg. So sollte man sich auch informieren über die Fruchtbarkeit verschiedener Stutenlinien. Über die Leistungen der Vorfahren. Über Sport- und Zuchterfolge.

Gerade über das Internet lassen sich viele Informationen einholen - man muss sich nur Zeit nehmen, zu suchen.

Auf Elite-Auktionen findet ein vermögender Züchter natürlich auch die perfekte Mutterstute - jedoch zu einem dementsprechend hohen Preis.

Heute muss sich ein Züchter nicht mehr auf den eigenen Bezirk konzentrieren. Auch Pferde anderer Zuchtgebiete können dank moderner Verkehrsmittel relativ schnell im eigenen Stall stehen.

Wer dann eine oder am besten mehrere Zuchtstuten besitzt, der kann loslegen und den passenden Hengst suchen. Eine eigene Stute muss man für die Zucht natürlich besitzen, denn nur dann ist auch das Fohlen das eigene.

Vom Hengst benötigt der Züchter nur den Samen…

Mehr dazu im nächsten Blog….

Und weitere Infosfindet ihr in folgenden Blogs:



Das Bayerische Warmblut - Sportpferde mit Tradition
Donnerstag, 5. März 2009, 17:47 Uhr
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Sie ist vielleicht die berühmteste Vertreterin ihrer Rasse: Einst hieß sie Lord´s Classics nach ihrem Vater, dann wurde aus der Stute Noltes Küchengirl. Der Sponsor, ein Küchenfabrikant, hatte es so gewollt. Unter Marcus Ehning ist sie teils genial unterwegs, aber dann gab es immer wieder unerklärliche Aussetzer bei den Weltreiterspielen in Aachen sowie den Europameisterschaften in Mannheim. Momente, die als Mauerfall und EM-Debakel in die Geschichte eingingen. Ohne Zweifel ist die Stute dennoch ein großartiges Pferd, wenn auch wohl sensibler als andere Tiere, was aber nicht negativ zu werten ist. So wird sie kein Championatspferd mehr werden, aber sicher noch von sich reden machen.

Und die Bayerische Warmblutpferderasse würdig vertreten….

Wie auch Kollege und Zuchthengst Asti Spumante. Unter Thomas Mühlbauer ist er Nationenpreis erprobt, auch Calgary und Aachen lernte er schon kennen. Er siegte im Großen Preis von München und von Bayern. Und seine Nachkommen sind begehrt…

Nur zwei Vertreter einer Rasse, die sich anschickt, aus einem jahrelangen Schattendasein nun herauszutreten. Vielleicht war Camirez, der unter Markus Merschvormann und Toni Hassmann ging, der erste bayerische Star. Auch der Zuchthengst Lord Sinclair, der für 2,8 Millionen Mark seinerzeit über Paul Schockemöhles PSI-Auktion den Besitzer wechselte , war vielleicht der erste bayerische Zuchthengst, der wirklich auffiel. Aber mit Sicherheit gab es auch vorher schon klasse Bayerische Warmblüter. Nur wurden sie nicht wirklich beachtet.

Das ist mittlerweile anders geworden. Viele Spring- und auch Dressurreiter schätzen Pferde aus Bayern. Zu verdanken hat dies die Rasse auch der Tatsache, dass sie mittlerweile durch Vollbluteinfluss deutlich veredelt wurde.

Ihren Anfang nahm die Rassegeschichte allerdings schon im Mittelalter, als die schweren Rottaler Pferde gezüchtet wurden. Sie eigneten sich hervorragend für die Landwirtschaft, aber nicht besonders als Reitpferde. Rottaler waren genügsam und lebten auch auf kargen Weiden sehr gut, aber als Sportpferd hätte man sie niemals hernehmen können. So wurden in den 70er Jahren alle Rottaler aus der Zucht genommen. Die Rasse starb allerdings zum Glück nicht vollständig aus, ein paar engagierte Züchter ließen sie überleben, so dass heute noch die “Spezialpferderasse” Rottaler existiert.

Sie haben jedoch nichts mehr mit dem heutigen Bayerischen Warmblut zu tun.

Als die Zucht in Bayern neu aufgebaut wurde, dauerte es dennoch lange Zeit, bis sich eine wirklich gute Bayerische Warmblutzucht etablierte.

Hannoveraner und Westfalen wurden zur Bayernzucht herangezogen, später auch Holsteiner.

Haupt- und Landgestüt des Bayerischen Warmbluts ist Schwaiganger. Das Gestüt hat Tradition, züchtete schon den ursprünglichen Rottaler, zudem Bayerische Kaltblüter und Haflinger.

Die Leistungsprüfungen und zahlreiche Auktionen finden jedes Jahr in München-Riem, auf der ehemaligen Olympiareitanlage statt.

Die Bayerische Pferderasse ist wie die meisten deutschen Warmblüter zwischen 1,60 und 1,75 Meter groß. Sie kommt in allen Farben vor, es gab sogar schon bayerische Schecken. Besonders schätzen Reiter sowohl den Kampfgeist der Rasse, den sie durch die Vollblüter erhielt, als auch die ursprüngliche Umgänglichkeit, die viele der “bayerischen Gemütlichkeit” der Menschen gleichsetzen.

Mehr über Bayerische Warmblüter gibt´s hier:

http://www.pferdethema.de/2007/03/16/bayerisches-warmblut/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/19/bayerisches-warmblut-der-bayer/

ASTI SPUMANTE UND THOMAS MÜHLBAUER, SIEGER GP VON BAYERN 2008

http://palasthueterin.pa.funpic.de/latest/wordpress/?p=70

http://www.pferde-weide.de/hintergrundinfos/auflistung-vieler-pferderassen/



Holsteiner - Ein Ritt durch ihre Geschichte
Donnerstag, 5. März 2009, 17:36 Uhr
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Im vorherigen Blog habe ich ja bereits die Rasse des Holsteiners beschrieben. Eine Rasse, aus der Pferde wie der Weltmeister Cumano, die Vererberlegenden Contender oder Corrado hervor gegangen sind. Holsteiner, die heute besonders unter dem Springsattel so erfolgreich sind, haben eine lange und interessante Geschichte, die hier noch einmal besonders beleuchtet werden soll.

Die Geschichte der Pferde in der Region, die man heute Schleswig-Holstein nennt, begann bereits in der Zeit der Völkerwanderung. Damals eroberten Angeln, Jüten und Sachsen die englischen Regionen Yorkshire und Lincolnshire - alles auf stämmigen, kräftigen Pferden aus den Nordlanden.

Doch es dauerte noch Jahrhunderte bis Pferde in Holstein wirklich gezüchtet wurden. Eine ersten Blütezeit begann , als das Land im 9. Jahrhundert christianisiert worden war.

Denn nun wollte auch die Kirche gute Pferde hervorbringen. Der Adel hielt dagegen und wollte natürlich seinerseits die Besten züchten. Dieser Machtkampf kam den Pferden nur zu Gute. Sie wurden mit spanischem Blut veredelt, das damals erstmals Einfluss nahm.

Im 13. Jahrhundert wurde die Holsteiner Zucht erstmals als solche erwähnt.

Nach der Säkularisierung der Klöster in dieser Region im 16. Jahrhundert, nahmen die Könige von Dänemark die Zucht in die Hand. Sie waren damals die Herrscher über Holstein. In den folgenden 200 Jahren waren es häufig Kreuzungen aus den traditionellen schweren deutschen Rassen und den edlen iberischen Pferden, die nicht nur in Holstein Nachkommen zeugten, sondern auch in vielen anderen europäischen Gestüten, an die sie verkauft wurden.

Auch das hannoversche Landgestüt Celle wurde mit Holsteiner Hengsten gegründet, die später durch Vollblüter veredelt wurden.

Schon im 18. Jahrhundert war der Holsteiner in aller Welt bekannt und eine der begehrtesten Pferderassen. Er wurde zum edlen und stabilen Reitpferd, aber auch als Kutschpferd und in der Landwirtschaft eingesetzt.

Die napoleonischen Kriege brachten eine erste Krise, eine Sturmflut 1826, in der viele Pferde der Marschbauern umkamen, eine weitere. Der Herzog Christian August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg jedoch half mit dem Import von Vollblütern, die Zucht zu bewahren und zu verbessern.

Die Pferde wurden weiter veredelt. Allerdings kam Holstein im Krieg von 1848 an Preußen. Dieser damalige militärisch geprägte Staat wollte vor allem Tiere für den Krieg. Die Bauern wollten ihre Pferde jedoch nicht unter Wert billig verkaufen.

So gründeten die Preußen Traventhal, das Landgestüt bei Bad Segeberg.

Doch da es eine Gründung der eigentlich feindlichen Preußen war, erhielt es nie wirklichen Rückhalt. Es wurde 1960 aufgelöst, hatte nie den Status von Celle oder Trakehnen erreicht.

Immer wieder traten in dieser Zeit, teils durch Inzucht, teils durch unkontrollierte Zucht, Gewährsmängel bei den Pferden auf. Aber 1891 schlossen sich die Zuchtvereine der Holsteiner Marschen zu einem Verband zusammen, der die alten Stutenstämme erhalten sollte.

Es war die Geburtsstunde des Holsteiner Zuchtverbands.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde aus dem Landwirtschaftspferd ein Sportpferd. So wurden zahlreiche Vollblüter zur Veredlung geholt. Einer der bekanntesten war der Schimmel Ramzes, einem Anglo-Araber. Aber auch die Englischen Vollblüter Marlon xx, Ladykiller xx und der Halbblüter Cor de la Bryere sind heute aus der Holsteiner Zucht nicht mehr wegzudenken.

Sie prägten eine Erfolgszucht, die mit Pferden wie Thiedemanns Meteor begann und heute durch Cumano und Co. Weitergeführt wird.

Weiteres zu Holsteiner Pferden und ihrer Geschichte findet ihr hier:
http://holsteiner-pferde.myblog.de/holsteiner-pferde/art/5876480/CHIO-in-Aachen-2008

http://holsteiner-pferde.myblog.de/holsteiner-pferde/art/5727824/Calma-Schelly-Orissa-

http://holsteiner-pferde.myblog.de/holsteiner-pferde/art/5725544/Holsteiner-Stutenstamme

http://holsteiner-pferde.myblog.de/holsteiner-pferde/page/1781548

http://holsteiner-pferde.myblog.de/holsteiner-pferde/art/5725772/Zuchtgeschichte

http://www.pferdethema.de/2007/03/16/holsteiner/



Holsteiner - ganz besondere Sportler
Sonntag, 8. Februar 2009, 10:45 Uhr
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Wenn die Rasse der Holsteiner genannt wird, dann fallen dem Pferdesport-Fan gleich einige Namen ein, die aus den Annalen des Reitsports nicht mehr wegzudenken sind.

Cumano wäre einer davon, der mächtige Schimmel von Jos Lansink, der Weltmeister 2006. Ein anderer ist Clinton, ebenfalls Schimmel und unter Dirk Demeersmann als “Buckel-König” berühmt. Cöster ebenfalls Holsteiner, unter Christian Ahlmann Europameister 2003 und Medaillensammler der letzten Jahre. Ratina, Ludger Beerbaums Superstute, war ebenfalls Holsteinerin. Genauso wie Corradina, die heute mit Carsten-Otto Nagel für Furore sorgt.

Aus der Vergangenheit ist vor allem Fritz Thiedemanns Meteor ein Begriff, das Pferd gewann unter anderem mehrmals das Hamburger Derby.

Holsteiner aus dem Springsport wegzudenken wäre beinahe so wie den gesamten Springsport wegzudenken. Natürlich gibt es Helden anderer Rassen, wie etwa den Hannoveraner Shutterfly, aber die Holsteiner sind dennoch deutlich in der Überzahl.

Die hat besonders mit der Jahrhunderte langen Zucht zu tun, welche schon seit langem auf Leistungsblut hin orientiert ist.

Holsteiner sind elegant, aber trotzdem kraftvoll. Mit kräftigen Knochen und Muskeln sind sie zum Springreiten prädestiniert. Aber auch als Dressur-, Vielseitigkeits- und Fahrpferde sind Holsteiner im Einsatz.

Der Körperbau des Holsteiners ist für seinen Einsatz im Springsport ganz wesentlich. Die Pferde sind äußerst kräftig und athletisch. Die Größe der Holsteiner beträgt etwa 1,60 Meter bis 1,70 Meter. Bei der Musterung zur Körung der zweijährigen Deckhengste sollten diese mindestens 1,61 Meter messen.

Der Rücken und die Lendenpartie des Holsteiners soll stark und muskulös sein. Das Reitpferd sollte auch eine tiefe Brust besitzen, die sehr weit mit genug Platz zum Atmen ist. Auch ein langer Hals ist bei der Großpferde-Rasse gewünscht, er sollte besonders bei Holsteiner Dressurpferden elegant gebogen werden können.

Auch die Flanken, Ober- und Unterschenkel sind besonders muskulös und perfekt für den Einsatz als Sportpferd. Dies hat jahrelange Zuchtselektion so bewirkt.

Die Warmblüter haben je nach Vollblut-Einzucht ein mehr oder weniger starkes

Fundament, welches jedoch immer durch elegante Bewegungen besticht.

Früher sah der Holsteiner eher grob aus, besonders am Kopf hatte er noch Züge des typischen Bauernpferdes. Heute hat der Warmblüter große, strahlende Augen und einen ausdrucksstarken, feinen Kopf.
Die Gliedmaßen des Holsteiners bestechen besonders durch starke Sprunggelenke und sehr starke Hufe, die ein besonderes Zuchtziel waren.

Beim Holsteiner sind alle Farben erlaubt, besonders häufig kommt er in den Farben Braun, Fuchs, Schimmel und Rappe vor.

Im Norden Deutschlands, in Schleswig-Holstein, der Heimat der Holsteiner Pferde finden etwa in -zahlreiche große Körungen und angeschlossene Verkaufspferde-Auktionen statt, bei denen sich jeder nach einem dieser ganggewaltigen und ehrgeizigen Pferde umsehen kann. Holsteiner sind heute in aller Herren Länder zu finden.

Weitere Infos und interessante Blogs über Holsteiner findet ihr hier:

http://www.pferde-reiten-spass.de/holsteiner/

http://holsteiner-pferde.myblog.de/holsteiner-pferde/art/6247664/Zuchtwerte-Springen-2008

http://holsteiner-pferde.myblog.de/holsteiner-pferde/art/5876480/CHIO-in-Aachen-2008

http://holsteiner-pferde.myblog.de/holsteiner-pferde/art/6225548/Hengstleistungsprufung-2008

http://holsteiner-pferde.myblog.de/holsteiner-pferde/art/5725544/Holsteiner-Stutenstamme

http://www.vera-fuerst.de/blog/86/holsteiner-pferde.html

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Der Konik - Nachfahre der Wildpferde
Sonntag, 18. Januar 2009, 16:09 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines | Tags: , , ,

Der Konik ist das, was man eine wirklich ursprüngliche Rasse nennt. Er trägt noch den dunklen Aalstrich auf seinem Rücken, der ein Pferd kennzeichnet, dass mit den Urpferden eng verwandt ist.

Die Heimat der Koniks ist Polen - und dort wurden sie mittlerweile nicht nur zu echten Attraktionen in freier Wildbahn, sondern auch zu sehr guten Pferden im Reitschul-Betrieb. In zahlreichen polnischen Reitschulen sind die Kleinpferde zu finden. Viele Reitschüler finden es dann auch ganz besonders interessant, einmal solch ein Pferd mit langer Geschichte zu reiten.

Auch wenn die mausgrauen Pferde nicht gerade Schönheiten sind, sie haben einen ausgeglichenen Charakter und eine große Leistungsfähigkeit. So machen Koniks auch vor kleinen Sprüngen sicherlich nicht Halt und geben immer das beste für ihren Reiter. Besonders überzeugen sie bei Ausritten durch Trittsicherheit und eine große Gehfreude, mit der die Koniks in Reitställen ihren wilden Verwandten in nichts nachstehen.

Koniks sind auf die einst die osteuropäischen Wälder durchstreifenden wilden Tarpane zurückzuführen. So benutzte man die Koniks auch, als man versuchte, diese Urpferderasse zurück zu züchten. Tarpane gibt es beispielsweise im Münchener Tierpark Hellabrunn. Sie wurden mit Koniks gezüchtet.

Tarpane gab es in Polen, Litauen und Ostpreußen bis ins 18. Jahrhundert. Doch um das Jahr 1780 wurden die letzten wilden Tarpane im Bialowieza Urwald - der heute zum Weltnaturerbe der Menschheit zählt und den besonderen Schutz der UNESCO steht - eingefangen und in den Bilgoraj Naturpark des Grafen Zamojski in Südostpolen gebracht.

Er wollte sich diese Urpferde zunächst zum Vergnügen halten. Doch nach finanziellen Problemen mit dem Wildpark verschenkte er die letzten Exemplare an Bauern der Region.

Diese benutzten die Pferde in der Landwirtschaft und achteten natürlich auf keine

Reinzucht. Für sie war die Arbeitskraft der Pferde wichtig.

Doch immerhin veränderte sich das Pferd dadurch kaum. Denn edle Pferderassen in solch einer kargen Gegend einzukreuzen wäre sinnlos gewesen. Also starb der Tarpan zwar aus, aber das Bauernpferd Konik entstand. Und blieb in seiner ursprünglichen Form über die nächsten Jahrhunderte erhalten.

Weiterhin lebten viele Koniks halbwild in den polnischen Wäldern.

Heute findet man die Kleinpferde auf einer Halbinsel des Beldan See. Dort leben sie auf etwa 1600 Hektar Land.

Das Gebiet ist ein Nadel- und Mischwald, durch den sich auch Moore ziehen.

Hier versuchen die einheimischen nun mit Erfolg, die Konik-Zucht zu erhalten.

Die mausgrauen und falben bis schwarzbraunen Ponys haben ein Stockmaß von 1,32 - 1,47 Metern. Sowohl der Aalstrich als auch die “Zebrastreifen” an den Beinen erinnern an den Vorfahren - den Tarpan.

Blogs zum Thema Konik und Tarpan:

http://www.my-holstein.de/index.php?act=viewBlog&tag=konikpferde&locationID=5500

http://www.pferdethema.de/2007/04/14/huzulpony/

http://www.bio-in-bayern.de/index.php?id=159&PHPSESSID=4f328fcd95001a6eac9d2b6c9edcf5b3

http://www.birdnet-cms.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=50&idart=1217&m=&s=

http://www.pferdethema.de/2007/04/14/tarpan/