Rasseporträt:Shetland Pony
Dienstag, 2. Dezember 2008, 03:04 Uhr
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Shetland-Ponys sind eine der beliebtesten Pony-Rassen überhaupt. Die Winzlinge sind oft das Einstiegspferd in den Reitsport für Kinder. Für viele Kinder sind sie sogar die erste “große Liebe“.

Wenn ein Kind noch sehr klein ist und schon Reiten lernen möchte, gibt es kein besseres Pferd als die winzigen und doch so robusten Ponys.

Interessante erste Infos fand ich bei Pferdethema

Vor etwa 10000 Jahren kamen die Pferde noch über die geschlossene Eisdecke, die durch die letzte Eiszeit Europa bedeckt hatte, von Skandinavien auf die Inseln nördlich on Schottland.

Die Abstammung von den skandinavischen Rassen kann durch die lange Nasenlinie der Pferdchen erkannt werden, die typisch für nordische Rassen ist. Sie dient dem Vorwärmen der eiskalten Luft in dieser Region.

Über die Zeiten blieben die Tiere stets relativ gleich gebaut, gehören so zu den ursprünglichsten Pferderassen, auch wenn später noch kleinere Arten gezüchtet wurden. Das Original-Shetland-Pony war etwas größer als die heutige Rasse.

Da die Ponys eine enorme Kraft entwickeln konnten und dazu “handlich” klein waren, wurden sie, als die Industrialisierung in Großbritannien ihren Ausgang nahm, häufig als Grubenponys in den Kohlebergwerken Englands genutzt und hatten oft unter dem grausigen Schicksal der Erblindung zu leiden. Auch für andere harte Arbeiten wie das Torfsammeln und Lastentragen waren Shetland Ponys in früheren Jahrhunderten im Einsatz.

Heute sind diese Zeiten zum Glück vorbei und Shetland Ponys nur noch als Freizeitpferde für Kinder im Einsatz.

1885 wurden Shetland-Ponys auch nach Amerika importiert. 1888 wurde der American Shetland Pony Club gegründet. Dadurch wurde das American Shetland Pony geschaffen. Es entstand ausschließlich durch Menschen und deren Kreuzungsverfahren mit Hackneys, Arabern und kleinen Vollblütern. American Shetland Ponys sind durch diese Rassen auch größer als die manchmal sogar unter einen Meter kleinen britischen Shetland Ponys.

Shetland Ponys mit 101 Meter gelten unter Fachleuten angeblich als die am besten gebauten Shetland Ponys. Die Größe dürfte allerdings doch keine so große Rolle spielen, denn alle Shetland Ponys begeistern durch ihren Willen und ihre Kraft, die sie auch für den Einstieg kleiner Kinder in den Turniersport ideal macht.

Häufig wirken Shetland Ponys wie kleine Wollknäule, was durch ihr dichtes Winterfell verursacht wird.

Im Sommer allerdings kommt bei guter Pflege auch ihre wahre Schönheit zu Tage. Shetland Ponys haben meist einen sehr schön gebogenen Hals, an dem ein kleiner, aber sehr ausdrucksstarker Kopf sitzt.

Mähne und Schweif sind sehr lang und voll, was die Shetland Ponys vor Kälte schützt und auch ideal für die Offenstallhaltung macht.

An den Gliedmaßen sind Shetland Ponys gut bemuskelt und kräftig gebaut. Die starken Knochen sind charakteristisch für diese Ponys, ebenso wie der lange, kräftige Rumpf. Shetland Ponys kommen in fast allen bei Pferden gängigen Farben vor, vor allem gibt es Rappen und Braune, aber auch Schimmel, Füchse, Schecken und Tigerschecken.

 

Und zum Schluss hier noch einfach was Nettes.



Vollblut, Warmblut, Kaltblut - Was ist eigentlich was?
Dienstag, 2. Dezember 2008, 02:53 Uhr
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Natürlich wissen die meisten Reiter Bescheid, wie man Pferde nach Kalibern einteilt. Wer zu den Vollblütern, Warmblütern oder Kaltblütern zählt. Da aber vermutlich auch Reitanfänger und junge Reiter hier reinschauen, einmal eine Beschreibung der grundlegenden Einordnung.

Der Begriff Kaliber wird verwendet, wenn die Pferde nach ihrer Schwere eingeordnet werden. Genauer gesagt nach der Schwere ihres Knochenbaus. Hier geht es nicht um die Größe des Pferdes. Viele Kaltblüter sind nur im 1,60 Meter groß und können ganz andere Leistungen vollbringen als Warmblüter derselben Größe.

Auch gibt es die Pferde im Cob Typ (zum Beispiel Welsh Cob), was immer die schwerste “Fassung” einer Rasse beschreibt, die nur um 1,50 Meter groß sind. Dieselbe Größe, die auch die feingliedrigen Araber haben. Allerdings könnten diese niemals so schwere Reiter tragen wie Cobs dazu im Stande sind.

Es ist also nicht die Größe des Pferdes, die zählt, sondern der Körperbau. Oder kann man ein 1,70 Meter großes Englisches Vollblut Rennpferd mit einem Shire Horse des gleichen Stockmaß auch nur annähernd vergleichen?

Kaltblut, Warmblut, Vollblut - diese Begriffe haben also nichts mit der Körpertemperatur zu tun, wie etwa bei Reptilien, sondern mit eben jenem “Kaliber”.

Bei Vollblütern wählt allerdings noch etwa anderes ganz besonders: Die Abstammung. Ein Vollblut muss auf eine Arabische Abstammung zurückblicken können. Das bedeutet, dass sie entweder den Namenszusatz “ox” für das Arabische Vollblut oder “xx” für das Englische Vollblut, das ja über seine drei Stammväter Byerley Turk, Darley Arabian und Godolphin Barb auch auf Araber zurückgeht, haben muss.

Es gibt allerdings auch Halbblüter mit Vollblutanteil auf einer oder beiden Elternseiten, diese werden jedoch trotzdem eher zu den Warmblütern gezählt, die Klassifizierung ist hier nach Prozentanteilen geregelt.

Warmblüter liegen vom Kaliber her zwischen Vollblut und Kaltblut. Hierzu zählen alle klassischen deutschen Reitpferderassen, auch die Westernpferderassen und die meisten europäischen Reitpferdezuchten. Warmblüter sind die Pferde für Spring- und Dressursport, aber auch fürs Fahren.

Kaltblüter heißen die schweren Pferde, die früher ausschließlich zum iahen von Lasten und für die Arbeit auf dem Feld gezüchtet wurden. Auch ihr ruhiger Charakter machte das Wort “kaltblütig” wahrlich sprichwörtlich.

Unklar ist manchmal, wozu eigentlich Ponys zu zählen sind. Viele zählen diese Kleinpferde offiziell zu den Kaltblütern, eigentlich müssen sie jedoch in einer eigenen Klasse geführt werden, da sie mit Großpferden oft nur schwer zu vergleichen sind.

Weitere Infos und Texte zu den Themen

Vollblut und Rennpferd, Warmblut, Kaltblut und Ponys findet ihr, wenn ihr die Worte anklickt.

Warmblut Le Mans (Zweibrücker) unter Meredith Michaels-Beerbaum

Halbblut Shutterfly (ebenfalls Meredith Michaels-Beerbaum),

Vater Silvio mit hohem Vollblut-Anteil, Mutter Famm Halbblut-Stute

 

Bayerische Kaltblüter