Falabella - die kleinste aller Pferderassen
Vor einiger Zeit ging ihr Name durch die Medien. Sie wurde behandelt wie ein echter Star: Thumbelina, das kleinste Pferd der Welt.
Der Winzling kam in den USA zur Welt und maß nur etwa 60 Zentimeter.
Die Stute gehört zur Rasse Falabella, eine recht neue Züchtung, die ganz dem Trend nach immer kleineren Haustieren im 20. Jahrhundert entsprechen sollte.
Falabellas dürfen zwar nicht größer sein als 76 Zentimeter. So schreibt es die Rasseordnung vor. Aber dennoch sind es ganz normale Pferde. Sie brauchen einen Stall wie jedes Großpferd auch. Sie brauchen eine artgerechte Haltung, die sie mit Artgenossen zusammenbringt.
Vor allem in den USA wird dies leider immer wieder vergessen. Dort leben viele Falabellas wie Hunde oder Katzen als Haustiere. Sie werden dort verhätschelt, erleben jedoch kein normales Pferdeleben.
Was noch nicht einmal so schlimm wäre… Doch dramatisch wird es, wenn diese Hauspferde dann auch noch wie ein altes Stofftier ausgemustert werden und dasselbe Schicksal erleiden wie es auch viele Hunde und Katzen in Deutschland haben.
In Ausnahmefällen kann ein solches Hauspferd, sei es ein Falabella oder ein winziges Shetland Pony, dennoch etwas Positives haben. Als Blindenpferde können sie sehbehinderten Menschen helfen.
Doch zurück zum Falabella Pony.
Benannt ist es nach einer Familie in Argentinien, die verschiene Miniaturtiere züchtete. Ihre Farm Recreo de Roca liegt nahe der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.
Das Falabella Pferd hat eigentlich gar keine Pony- sondern nur Pferdemerkmale. Das beweist deutlich sein Körperbau. Es hat die langen Linien eines Pferdes, nur eben “mini”. Es hat nicht die Härte des typischen Ponys. Zum Beispiel nicht die Felldichte oder die festen Hufe. Daher hat es keine so kräftige Konstitution und eignet sich eher nicht für völlige Offenstallhaltung.
Die Knochensubstanz ist eher Großpferdeartig. Nicht so fest wie bei Ponys.
Die Züchter versuchen dies zwar zu verhindern, doch ganz wird es vermutlich nie gelingen.
Dafür hat das Falabella ein viel edleres Aussehen als das typische kleine Pony. Dies spiegelt vor allem auch sein Gesicht wider. Ähnlich einem Shetland-Pony, aber feiner.
Das Falabella kommt übrigens in allen Farben vor, auch Schecken und Tigerschecken.
Miniaturpferde gab es übrigens schon immer. Über die Jahrhunderte fand man vor allem an Königs- und Fürstenhöfen immer wieder besonders kleine Züchtungen.
Das Falabella entstand aus einem Shetland Pony und einem kleinen Vollblüter. Durch stetige Weiterzüchtung wurde seine Größe immer geringer bis es zum heutigen Zwerg geschrumpft war.
Konsequente Inzucht von immer kleineren Tieren sorgte dafür. Sie brachte allerdings auch mit sich, dass das Tier nicht die besten Knochen hat und relativ krankheitsanfällig ist.
Falabellas können nicht geritten werden, allenfalls als Kutschpferdchen sind sie geeignet. Aber die Härte anderer Ponys fehlt.
So werden sie wohl immer eine Art lebendige Kuscheltiere für viele Menschen bleiben. Vor allem in ihren heutigen Hauptzuchtgebieten: den USA und Großbritannien.
Mehr Infos über Falabellas findet ihr in folgenden Blogs:
http://www.pferdethema.de/2007/03/16/falabella/
http://simplymarvelous.wordpress.com/2007/06/12/tiny-foal-steals-limelight-from-draft-horses/
http://www.heimtierheim.de/Gattung/information/horse/Falabella-Pony/index.html
http://www.gutefrage.net/frage/falabella-pony
http://www.youpet.com/horse/falabella-pony/
Rasseporträt:Shetland Pony
Shetland-Ponys sind eine der beliebtesten Pony-Rassen überhaupt. Die Winzlinge sind oft das Einstiegspferd in den Reitsport für Kinder. Für viele Kinder sind sie sogar die erste “große Liebe“.
Wenn ein Kind noch sehr klein ist und schon Reiten lernen möchte, gibt es kein besseres Pferd als die winzigen und doch so robusten Ponys.
Interessante erste Infos fand ich bei Pferdethema
Vor etwa 10000 Jahren kamen die Pferde noch über die geschlossene Eisdecke, die durch die letzte Eiszeit Europa bedeckt hatte, von Skandinavien auf die Inseln nördlich on Schottland.
Die Abstammung von den skandinavischen Rassen kann durch die lange Nasenlinie der Pferdchen erkannt werden, die typisch für nordische Rassen ist. Sie dient dem Vorwärmen der eiskalten Luft in dieser Region.
Über die Zeiten blieben die Tiere stets relativ gleich gebaut, gehören so zu den ursprünglichsten Pferderassen, auch wenn später noch kleinere Arten gezüchtet wurden. Das Original-Shetland-Pony war etwas größer als die heutige Rasse.
Da die Ponys eine enorme Kraft entwickeln konnten und dazu “handlich” klein waren, wurden sie, als die Industrialisierung in Großbritannien ihren Ausgang nahm, häufig als Grubenponys in den Kohlebergwerken Englands genutzt und hatten oft unter dem grausigen Schicksal der Erblindung zu leiden. Auch für andere harte Arbeiten wie das Torfsammeln und Lastentragen waren Shetland Ponys in früheren Jahrhunderten im Einsatz.
Heute sind diese Zeiten zum Glück vorbei und Shetland Ponys nur noch als Freizeitpferde für Kinder im Einsatz.
1885 wurden Shetland-Ponys auch nach Amerika importiert. 1888 wurde der American Shetland Pony Club gegründet. Dadurch wurde das American Shetland Pony geschaffen. Es entstand ausschließlich durch Menschen und deren Kreuzungsverfahren mit Hackneys, Arabern und kleinen Vollblütern. American Shetland Ponys sind durch diese Rassen auch größer als die manchmal sogar unter einen Meter kleinen britischen Shetland Ponys.
Shetland Ponys mit 101 Meter gelten unter Fachleuten angeblich als die am besten gebauten Shetland Ponys. Die Größe dürfte allerdings doch keine so große Rolle spielen, denn alle Shetland Ponys begeistern durch ihren Willen und ihre Kraft, die sie auch für den Einstieg kleiner Kinder in den Turniersport ideal macht.
Häufig wirken Shetland Ponys wie kleine Wollknäule, was durch ihr dichtes Winterfell verursacht wird.
Im Sommer allerdings kommt bei guter Pflege auch ihre wahre Schönheit zu Tage. Shetland Ponys haben meist einen sehr schön gebogenen Hals, an dem ein kleiner, aber sehr ausdrucksstarker Kopf sitzt.
Mähne und Schweif sind sehr lang und voll, was die Shetland Ponys vor Kälte schützt und auch ideal für die Offenstallhaltung macht.
An den Gliedmaßen sind Shetland Ponys gut bemuskelt und kräftig gebaut. Die starken Knochen sind charakteristisch für diese Ponys, ebenso wie der lange, kräftige Rumpf. Shetland Ponys kommen in fast allen bei Pferden gängigen Farben vor, vor allem gibt es Rappen und Braune, aber auch Schimmel, Füchse, Schecken und Tigerschecken.

Und zum Schluss hier noch einfach was Nettes.