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Niemand kommt umhin, die Zeichnung dieser Pferde einfach beeindruckend zu finden. Denn die Tigerschecken sind einmalig unter den amerikanischen Pferderassen.
Manchmal ist nur ein Teil des Pferderückens in der Tigerscheckzeichnung “bemalt”, manchmal ist auch das ganze Pferd von Tupfen bedeckt. In den USA haben all diese Zeichnungen verschiedene, ganz spezielle Namen. So unterscheidet man zwischen sechs verschiedenen Varianten: Marmor-Bunt, Leopard-Bunt, Decken-Bunt, Schneeflocken-Bunt, Schabrack-Bunt und Schneeflocken-Schabrack-Bunt. Unter den Appaloosas gibt es allerdings auch einfarbige Pferde und Tiere, denen man die Tupfen-Zeichnung kaum ansieht.
Die Tupfen bei den Appaloosas können in Braun über Schwarz und die Fuchsfarbe bis hin zu Palomino-farbenen Tupfen reichen. Grundlage der Fellzeichnung ist immer die Schimmelfarbe, auf der sich die Flecken in verschiedenen Farben bildeten.
Die Appaloosas waren das Indianerpferd schlechthin. Allerdings gehen auch sie auf die Pferde der spanischen Konquistadoren zurück. Dort war die Fellfärbung schon länger vorhanden, was viele überraschen mag. Ihren Siegeszug begannen die
Appaloosas jedoch erst, als die Indianer die getupfte Pferderasse, die mittlerweile verwildert war, für sich entdeckten.
Der Name Appaloosa stammt von den Nez Perce Indianern. Diese siedelten am Palouse River im Nordwesten der USA. Das Gebiet dieser Indianer erstreckte sich über die heutigen Bundesstaaten Idaho, Washington und Oregon.
Doch in den 1870er Jahren begannen die Weißen die Indianer systematisch auszurotten. Im Jahre 1877 töteten sie bei einem eine Woche dauernden Kampf die meisten Nez Perce Indianer und auch zahlreiche ihrer Pferde. Besonders viele Appaloosas blieben nicht übrig. Doch der Rancher Claude J. Thompson aus Oregon begründete die Rasse neu. Und die Farmer und Rancher der USA waren von den ausdauernden und zähen Pferden begeistert. 1938 gründete Thompson mit 38 Appaloosas den Appaloosa Club, 1950 wurde die Rasse offiziell anerkannt. Seitdem steigerte sich die Beliebtheit der Pferde von Jahr zu Jahr.
Besonders wurden Appaloosas auch für den Westernreit-Sport entdeckt. Denn die Pferde sind extrem schnell und ganz besonders wendig. Barrel Racing oder Pole Bending ist mit Appaloosas kein Problem.
Aber auch im Reining findet man die intelligenten Tiere immer wieder.
In den USA sind auch Kurzstreckenrennen mit Appaloosas - ähnlich wie mit Quarter Horses - sehr beliebt.
Nach Deutschland kam der Appaloosa in den 70er Jahren. Und auch hierzulande fanden sie gleich Fans. Heute gibt es zahlreiche kleine Appaloosa Zuchten.
Appaloosas haben eine Größe von 1,48 Metern bis 1,60 Metern, zählen also zu den Großpferden. Ihre Reiter schätzen sie vor allem auf Grund ihrer Ausdauer, ihres guten Charakters und ihres immer vorhandenen Kampfgeist.
Die Population der Appaloosas ist in der Gegenwart extrem groß. Die Rasse gilt sogar als drittgrößte auf der Welt. Erstaunlich, denn die Geschichte hat es den Pferden wahrlich nicht leicht gemacht.
Alles über Appaloosas gib es hier zu lesen:
http://www.pferdethema.de/2007/03/16/appaloosa/
Es gibt sogar einen eigenen - amerikanischen - Blog über Appaloosas. Hier einige Beispiele:
http://appaloosablogspot.com/2009/01/08/opinions-wanted-aphc-question-of-the-week/
http://appaloosablogspot.com/2009/01/08/barry-corbin-inducted-in-the-texas-cowboy-hall-of-fame/
http://appaloosablogspot.com/2008/12/18/its-official-national-show-and-youth-world-swap-weeks/
